Rosen: "Diese Frage stellen wir uns"

Ochs auf Klubsuche, TSG-Co-Trainer umworben

Philipp Ochs

Möchte mehr Einsatzzeit: Philipp Ochs. imago

Der 20-Jährige wird erst am Mittwoch die Vorbereitung aufnehmen, denn er erhielt von den Kraichgauern die Möglichkeit, sich mit einem Interessenten zu treffen. "Da geht es nicht um einen dauerhaften Transfer, sondern um eine eventuelle Leihe", erklärte Alexander Rosen. Das Denkmodell dabei sei, so der Direktor Profifußball: "Vielleicht gibt es die Möglichkeit, für einen gewissen Zeitraum zu mehr Spielzeit zu kommen. Wir haben in der Vergangenheit mit diesem Konstrukt sehr gute Erfahrungen gesammelt. Ich denke da zuletzt an Kevin Akpoguma. Genau diese Frage stellen wir uns bei Philipp auch."

Mit wem sich der Offensivmann getroffen hat, wollte Rosen nicht genauer spezifizieren: "Es ist ein deutscher Klub, es gibt aber einige Interessenten, wobei für uns und auch für ihn nicht alles in Frage kommt." Letztlich müsste Ochs bei einer möglichen Leihstation auf mehr Spielzeit kommen. "Nur dann würden wir einer Leihe zustimmen", sagte Rosen.

Co-Trainer Schreuder denkt über Ajax nach

In der Personalie Schreuder ist der 38-Jährige "sehr entspannt", wie er betonte. Ajax, wo Ende Dezember Erik ten Hag das Zepter übernommen hat, habe dem Niederländer "eine attraktive Rolle angeboten, die weit über eine Co-Trainerrolle hinausgeht. Er hat uns gesagt, dass er sich damit auseinandersetzt." Allerdings habe Schreuder gleichzeitig unterstrichen, dass sich die TSG-Verantwortlichen voll auf ihn verlassen könnten, wenn es keine Möglichkeit für einen Wechsel in die Heimat gebe. Bis dato aber hat sich noch kein potenzieller Nachfolger finden lassen. Dies wäre für Rosen aber oberstes Kriterium, um den 45-Jährigen aus seinem bis 2019 datierten Kontrakt vorzeitig ziehen zu lassen. "Wenn es eine Chance gibt, dann nur, wenn wir jemanden hätten, der quasi nahtlos übernehmen kann. Das ist aktuell aber nicht der Fall", stellte Rosen klar.

Cheftrainer Julian Nagelsmann verglich die Situation seines Assistenten mit der von Sandro Wagner, dessen Familie in Oberhaching lebt und der kurz vor Weihnachten für 12 Millionen Euro zum FC Bayern gewechselt ist. "Alfred hat auch familiäre Verpflichtungen, drei Kinder, die den Papa so gut wie nie sehen", zeigte Nagelsmann Verständnis dafür, dass sich Schreuder intensiv mit dem Werben von Ajax auseinandersetzt. Schreuders Familie lebt rund 60 Kilometer von Amsterdam entfernt.

Benni Hofmann

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