Regensburg stellt vereinsinterne Bestwerte auf

Schnell, riskant, temporeich: Jahn so gut wie nie

Marvin Knoll & Marco Grüttner

Ein Herz für den Jahn: Regensburgs Kapitän Marco Grüttner (r.) und Marvin Knoll. pictue alliance

Noch nie hatte der Jahn in der 2. Liga nach 18 Spielen 25 Punkte auf dem Konto, noch nie gab es zu diesem Zeitpunkt schon acht Siege zu feiern, noch nie gab es mehr Tore (27), noch nie war die Tordifferenz (+2) besser. "Mich freut es wahnsinnig", sagt SSV-Trainer Achim Beierlorzer. "Vor allem, wenn man sieht, wie sich unsere Spieler entwickelt haben." Die Winterpause kommt für Regensburg tatsächlich zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Aus den letzten sieben Spielen holten die Oberpfälzer 16 von 21 möglichen Punkten (5/1/1).

Der Würzburg-Effekt

Wie ein Aufsteiger eine furiose Hinserie spielt, machten im Vorjahr bereits die Würzburger Kickers vor. Zum Jahreswechsel hatte der FWK in 17 Spielen sogar 27 Zähler gesammelt (6.), stieg nach einer desaströsen Rückrunde samt Totaleinbruch aber noch mit 34 Punkten direkt ab (17.). Ein warnendes Beispiel für die Fußballer im 180 Kilometer entfernten Regensburg: "Der Name Würzburg ist schon ein paar mal gefallen in der Kabine", berichtet SSV-Kapitän Grüttner.

Vereinsdaten Jahn Regensburg

Gründungsdatum01.01.1889

Mitglieder2.700

VereinsfarbenWeiß-Rot

Anschrift Franz-Josef-Strauß-Allee 22
93053 Regensburg
E-Mail: info@ssv-jahn.de

Internetwww.ssv-jahn.de/

Vereinsinfo
Trainersteckbrief Beierlorzer

Beierlorzer Achim

SSV Jahn Regensburg

Deutschland

Trainersteckbrief
die letzten 10 Spiele - Jahn Regensburg
Sandhausen (H)
2
:
2
Köln (A)
3
:
5
Aue (H)
1
:
3
St. Pauli (A)
4
:
3
Magdeburg (H)
1
:
0
Union (A)
2
:
2
Bochum (H)
2
:
1
Darmstadt (A)
1
:
1
W. Innsbruck (H)
1
:
3
Fürth (H)
0
:
2
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Argumente für den Klassenerhalt

Anders als die Unterfranken, die eher defensiv ausgerichtet agierten, verfolgen die Oberpfälzer bislang einen komplett gegenteiligen Ansatz: Der Jahn spielt schnell, variabel und offensiv nach vorne. Die schwächste Passquote aller Zweitligisten von nur 66,7 Prozent zeugt von der Risikofreude des Aufsteigers, der sich nur allzu gerne mit Kurzpassstafetten in den gegnerischen Strafraum kombiniert. 22 von 27 Saisontreffern wurden aus dem Sechzehner heraus erzielt. 2106,45 Kilometer, der viertbeste Wert im Unterhaus, zeugen von enormem Laufpensum, Kampfkraft und Leidenschaft. "Es ist kein Stinkstiefel dabei", hebt Innenverteidiger Marvin Knoll zudem den Teamgeist hervor. Allesamt Attribute, die gegen den "Würzburg-Effekt" sprechen.

cru