Bundesliga

Joshua Kimmich vom FC Bayern München macht dem VfB Stuttgart Mut

Stuttgart kassiert viel Lob, verliert aber wieder die Punkte

Kimmich macht dem VfB Mut

Drückt seinem Ex-Klub VfB in Sachen Klassenerhalt die Daumen: Bayerns Joshua Kimmich, rechts gegen Dennis Aogo.

Drückt seinem Ex-Klub VfB in Sachen Klassenerhalt die Daumen: Bayerns Joshua Kimmich, rechts gegen Dennis Aogo. imago

Es gibt Dinge, die gibt's gar nicht. Oder nur selten. Einmal vielleicht. Oder zweimal, wie diese Elfmetersituation in der Nachspielzeit in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena. Chadrac Akolo läuft an und scheitert mit einem Schüsschen an Sven Ulreich. Der VfB unterliegt mit 0:1. Nichts war's mit dem winkenden, dem so sehr erhofften Remis inklusive eines Zählers. Nur einmal zuvor verpasste der Traditionsverein in seiner Bundesligageschichte durch einen verschossenen Elfmeter in der Nachspielzeit Punkte: Am 22. September 2013, als Vedad Ibisevic in der 94. Minute beim Stand von 1:1 gegen Eintracht Frankfurt die sich bietende Möglichkeit vergab.

Dunkle Vergangenheit, mit der sich die Verantwortlichen nicht beschäftigen wollen. Ihr Blick geht nach vorne. "Wenn wir den Elfmeter verwandelt hätten, würde die Berichterstattung ganz anders aussehen", sagt Michael Reschke. "So reduziert sich alles darauf, dass wir wieder verloren haben. Das kann ich verstehen. Aber unser Job ist es, eine nüchterne, sachliche Bilanz zu ziehen. Und die sagt uns, dass die Mannschaft ein sehr gutes Gesicht hat." Der Stuttgarter Sportvorstand geht sogar noch weiter. "Wir haben die letzten vier Spiele nicht gepunktet, aber wir haben nicht gespielt wie ein Absteiger." Vor allem "Einstellung und Mentalität haben immer gestimmt". Woraus sich für den 60-Jährigen eine ganz klare Aussage ergibt: "Wir werden die Klasse halten, davon sind wir alle total überzeugt."

Heynckes: "Hochtalentiert, laufstark, sehr gut zusammengestellt"

Mut und Unterstützung bekommt Reschke von prominenter Seite. Nicht nur Jupp Heynckes attestiert den Schwaben, dass sie "eine junge, hungrige Mannschaft" haben, "hochtalentiert, laufstark, sehr gut zusammengestellt und von der taktischen Struktur sehr gut ausgebildet". Auch Joshua Kimmich glaubt angesichts des Auftritts des Aufsteigers an eine positive Zukunft seines Ex-Klubs. Der Nationalspieler, der einst im Stuttgarter Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet wurde, drückt in Sachen Klassenerhalt die Daumen und ist überzeugt von einem glücklichen Saisonende. "Wir haben jetzt gegen jeden Gegner einmal gespielt", meint der Rechtsverteidiger. "Und ich habe viele schlechtere Mannschaften als den VfB gesehen."

Pavard fällt aus, Hoffnung bei Terodde

Am Dienstagabend gastiert der VfB im DFB-Pokal-Achtelfinale beim 1. FSV Mainz 05. Dabei muss Trainer Hannes Wolf auf Verteidiger Benjamin Pavard verzichten. Der 21 Jahre alte Franzose fällt mit einem Nasenbeinbruch aus. Die Verletzung zog sich der Abwehrspieler gegen den FC Bayern zu. Eine Einsatzchance besteht laut Angaben des VfB vom Sonntag dagegen noch bei Simon Terodde. Der Stürmer habe keine schwerwiegende Blessur erlitten. Der 29-jährige Terodde, der gegen München in der 47. Minute wegen einer Rippenprellung ausgewechselt worden war, war am Samstag davon ausgegangen, am Dienstag nicht spielen zu können.

Testspiele in La Manga anberaumt

Außerdem gaben die Schwaben zwei Testspiele bekannt. Während des Trainingslagers (3. Bis 9. Januar) treten die Schwaben am 6. Januar im spanischen La Manga gegen den niederländischen Erstligisten Twente Enschede an, ehe es zwei Tage später zum Duell mit KV Oostende aus Belgien kommt. zu tun.

George Moissidis

Bilder zur Partie VfB Stuttgart - Bayern München