DER kicker.tv TALK - Folge 15

Gewinner und Verlierer: BVB, Heynckes, Videobeweis

Letzte Folge in 2017: Jörg Jakob, Stefan Effenberg, Moderator Marco Hagemann, Klaus Augenthaler und Falko Götz über Gewinner und Verlierer des Jahres.

Letzte Folge in 2017: Jörg Jakob, Stefan Effenberg, Moderator Marco Hagemann, Klaus Augenthaler und Falko Götz über Gewinner und Verlierer des Jahres. kicker

Das Kalenderjahr 2017 nähert sich allmählich dem Ende. Zeit also, um im DER kicker.tv TALK die Frage nach den Gewinnern und Verlierern des Jahres zu stellen. Natürlich tauchten auf der Liste der Gewinner neben Bibiana Steinhaus, Domenico Tedesco (Stefan Effenberg: "Er macht es sehr, sehr gut, aber es ist noch ein langer Weg.") auch die Namen Jupp Heynckes und Toni Kroos auf. Letzter sei schließlich "unser Weltklassespieler", so Falko Götz, der sogleich weiterschwärmte: "Der Topstar, der der Weltstar in der Nationalmannschaft ist."

Klarer Gewinner: Jupp Heynckes

Bei Bayern-Trainer Heynckes herrschte derweil schnell Einigkeit. "Er spricht die Sprache der Spieler", sagte Götz. "Selbst ein vorzeitiges Aus in der Champions League würde man ihm nicht in die Schuhe schieben", erklärte kicker-Chefredakteur Jörg Jakob. Und auch Effenberg war sich sicher: "Verlieren kann er nicht mehr." Denn, so der Tiger: "Er ist der perfekte Trainer für den FC Bayern."

Peter Stöger ist für Götz ein Gewinner, sein Ex-Klub dagegen ein Verlierer. "Was er für den Klub geleistet hat, ist unheimlich positiv zu bewerten", sagte der 55 Jahre alte Ex-Trainer von Hertha BSC. Härter fiel Effenbergs Urteil über den Österreicher aus: "Stöger ist ein Gewinner für das Erreichte, aber trotzdem ein Verlierer, weil er der Hauptverantwortliche für die drei Punkte der Kölner ist."

Verlierer: Köln, BVB und der Videobeweis

Sowohl Stögers alter Arbeitgeber Köln als auch der neue Borussia Dortmund zählten zu den Verlierern des Jahres. "Die Dortmunder haben ein Seuchenjahr", stellte Jakob fest. Schließlich wurde nach der Entlastung von Erfolgstrainer Thomas Tuchel auch dessen Nachfolger Peter Bosz schon wieder aus dem Amt enthoben. Zudem befürchtet Jakob, dass man einen Stöger vielleicht sogar behalten "müsse", sollte er erfolgreich sein.

Der größte Verlierer des Jahres ist allerdings der Videobeweis, der zu Saisonbeginn in der 1. Liga eigentlich eingeführt worden war, um den Fußball gerechter zu machen. Doch statt Gerechtigkeit herrschte Unzufriedenheit und Verwirrung. Selbst für Befürworter Klaus Augenthaler ("Ich war immer für den Videobeweis") laufen etliche Dinge verkehrt. "Es muss mit der gleichen Elle gemessen werden. Für das gleiche Foul muss es die gleiche Sanktion geben", kritisierte Götz. Effenberg wünscht sich - wie im American Football – "eine Erklärung für den Zuschauer" im Stadion und am TV. Und kicker-Chefredakteur Jakob bringt es auf den Punkt: Der Schiedsrichter muss auch in Zukunft der Chef bleiben.

Götz: HSV hat ein "unheimliches Leistungsgefälle"

Ein kurzer Blick wurde auch auf die Freitagspartie der 1. Bundesliga geworfen, in der sich Borussia Mönchengladbach gegen den Hamburger SV mit 3:1 durchgesetzt hatte. Der Erfolg der Borussia verwunderte Stefan Effenberg nicht, "weil sie individuell herausragende Spieler haben. Stindl. Raffael." Vom HSV hingegen waren die Anwesenden etwas enttäuscht, dass die Rothosen nach dem Ausgleichstreffer nicht mehr riskierten. "Sie hätten nachlegen können, sollen und müssen", analysierte Jakob, der dennoch Ansätze beim Nordklub sieht, die "besser als in den Jahren zuvor" sind. Anderer Meinung war Falko Götz, der bei den Hanseaten "innerhalb der Mannschaft ein unheimliches Leistungsgefälle" erkannt haben will. Zwar habe der HSV einige Talente, aber auch viel Durchschnitt.

ssc

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HSV-Talente: Effenberg sieht eine große Gefahr

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