Regensburg: Fragezeichen hinter dem Einsatz von Lais

Beierlorzer: "Es wird keine weiteren Geschenke geben"

Achim Beierlorzer

Laut Trainer Achim Beierlorzer hat der Jahn Bielefeld schon genug beschenkt. imago

Rückblick auf den 1. Spieltag: Es lief die Schlussminute auf der Bielefelder Alm, als Regensburgs Marvin Knoll eine Kopfballrückgabe auf seinen Keeper Philipp Pentke zu kurz geriet. Bielefelds Andraz Sporar sprintete dazwischen und erzielte das Siegtor für die Arminen. "Unsere Weihnachtsgeschenke haben wir damals ja bereits abgegeben", sagte Beierlorzer nun auf der Pressekonferenz vor dem Wiedersehen am Samstag (13 Uhr, LIVE! auf kicker.de) und kündigte an: "Es wird keine weiteren mehr geben."

Besonders ärgerlich war die Niederlage zum Auftakt, weil der Aufsteiger eine richtig gute Partie machte und zuvor in Person von Kapitän Marco Grüttner zwei dicke Chancen hatte, die Partie für sich zu entscheiden (44., 75.). Eine Partie auf Augenhöhe erwartet Beierlorzer auch am Samstag: "Es wird ein absolut enges Spiel, in dem Bielefeld und wir die gleichen Chancen haben zu gewinnen", sagte Beierlorzer, "es wird auf Kleinigkeiten ankommen."

Sprunggelenksprobleme: Lais fraglich

Verzichten muss er aber weiterhin auf Oliver Hein (Aufbautraining nach Knieverletzung) und Andreas Geipl (Innenbandriss im Knie), die erst im neuen Jahr wieder zurückkehren werden. Und auch Joshua Mees muss mit Knieproblemen passen. Ein kleines Fragezeichen steht zudem noch hinter dem Einsatz von Marc Lais. Der Sechser ist umgeknickt und hat Probleme mit dem Sprunggelenk. "Bei Lais müssen wir schauen, ob wir ihn bis zum Wochenende hinkriegen", sagte Beierlorzer.

Sollte nach Geipl mit Lais auch der zweite etatmäßige Sechser ausfallen, steht das Trainerteam vor einer Herausforderung. Gegen Bochum kam Jann George in die Partie, dieser hat allerdings seine Stärken in der Offensive und Beierlorzer erwartet nicht, dass die Arminia so defensiv wie der VfL agieren wird. Eine andere Lösung wäre, einen Verteidiger vorzuziehen, Asger Sörensen oder Marvin Knoll kämen infrage.

Kein Trip in den Süden - Bedarf im Sturm und auf der Sechs

Nach der Bielefeld-Partie und den Feiertagen wird der Jahn übrigens nicht in den Süden fliegen und ist damit nur einer von zwei Zweitligisten, die sich in der Heimat auf die noch anstehenden Spiele der Rückrunde vorbereiten. "Die Zeit ist so kurz, dass wir sie nicht mit Reisen und Flügen in den Süden verbringen wollen, da dass einfach den Verlust von Trainingstagen bedeuten würde", rechnete Beierlorzer vor. Ob zum Trainingsauftakt am 3. Januar auch Neuzugänge dabei sein werden, ließ Beierlorzer offen: "Wir haben totales Vertrauen in unsere Mannschaft", sagte er, doch die Professionalität gebiete es, "sich Gedanken zu machen, wenn gute Spieler zu haben sind". Grundsätzlich bestehe beim Jahn Bedarf im Sturm - "drei Angreifer sind für einen Zweitligisten nicht übermäßig viel" -, sowie auf der Sechser-Position, wie auch der aktuelle Spieltag zeigt.

jer

Die Trainingslager der Zweitligisten