2. Bundesliga

Alter Bekannter: Schuster kehrt nach Darmstadt zurück

Der SV 98 präsentiert den Nachfolger von Frings

Alter Bekannter: Schuster kehrt nach Darmstadt zurück

Dirk Schuster

Hat in Darmstadt eine neue und altbekannte Station als Trainer gefunden: Dirk Schuster. imago

Zwei Tage nach dem Rauswurf von Torsten Frings hat der SV Darmstadt 98 Dirk Schuster als Trainer zurückgeholt. Der kriselnde Zweitligist, der mit 18 Punkten nach 17 Spieltagen als Bundesliga-Absteiger mit dem Rücken zur Wand und auf dem Relegations-Abstiegsrang steht, bestätigte am Montagabend die Verpflichtung des 49-Jährigen.

"Dirk Schuster ist ein ausgewiesener Fachmann, der den Verein, die Strukturen und das Umfeld bestens kennt. Seine Einstellung und seine konzeptionelle Herangehensweise passen zum SV Darmstadt 98", wird Lilien-Präsident Rüdiger Fritsch in einer Mitteilung zitiert.

SV Darmstadt 98 - Die letzten Spiele
St. Pauli (H)
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0
Trainersteckbrief Schuster
Schuster

Schuster Dirk

Trainersteckbrief Frings
Frings

Frings Torsten

SV Darmstadt 98 - Vereinsdaten

Gründungsdatum

22.05.1898

Vereinsfarben

Blau-Weiß

Der neue Mann an Bord in Südhessen zeigt sich ebenfalls voller Vorfreude auf seine Aufgabe, seinen Herzensklub zurück in sichere Gefilde zu führen: "Ich freue mich sehr. Den Verein und die Mannschaft habe ich in den vergangenen anderthalb Jahren natürlich weiterhin verfolgt. Mein Trainerteam und ich werden ab sofort alles daransetzen, die große Herausforderung mit harter Arbeit zu meistern."

Vertrag bis 2019 - Erinnerungen an alte Tage

Schuster, der einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019 erhält, war mit dem SV 98 zwischen 2014 und 2015 der Durchmarsch von der 3. Liga in die Bundesliga gelungen. Insgesamt war der heute 49-Jährige in 131 Pflichtspielen an der Seitenlinie gestanden - und war vom kicker zum "Mann des Jahres 2015" sowie zum Trainer des Jahres 2016 gekürt worden. Der einstige Auswahlspieler der DDR (drei Länderspiele) und Nationalspieler des DFB (vier Einsätze) trat damit zum damaligen Zeitpunkt das Erbe von Weltmeister-Trainer Joachim Löw an. "Er gilt als jemand, der sich alles erarbeitet, dem nichts in den Schoß fällt. Mit dieser Vita passt er wunderbar nach Darmstadt", hatte der Bundestrainer seinen Nachfolger damals in den höchsten Tönen gelobt.

Nun ist Schuster an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt - und hat damit auch seine eigene Durststrecke ohne Engagement beendet. Denn seit Dezember 2016 war der Coach ohne Job, nachdem er nach seinem Abschied vom Böllenfalltor beim Bundesliga-Rivalen FC Augsburg angeheuert hatte und dort schließlich entlassen worden war.

mag

So lange laufen die Verträge der Zweitliga-Trainer