St. Paulis neuer Trainer ist grundsätzlich zufrieden

Kauczinski: "Darauf können wir aufbauen"

Markus Kauczinski, Trainer FC St. Pauli

War im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: Trainer Markus Kauczinski. imago

Kauczinski war nach seinem Debüt hin- und hergerissen. Mit dem Remis gegen Duisburg verpassten die Hamburger den zweiten Heimsieg der laufenden Saison und den ersten Dreier seit dem 1. Oktober, ergatterten aber am Millerntor vor 29.546 Zuschauern nach zwei desaströsen Auftritten in Bielefeld (0:5) und Fürth (0:4) immerhin einen Punkt. "Auf der einen Seite ist es enttäuschend, dass wir heute ohne drei Punkte dastehen. Das tut natürlich weh", sagte Kauczinski und ergänzte: "Doch gleichzeitig hat mir die Art und Weise, wie das Team mit der Situation und den Geschehnissen der letzten Woche umgegangen ist, sehr gut gefallen."

St. Pauli war auch gegen den MSV in Rückstand geraten, kam nach einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang aber zurück. Waldemar Sobota (57.) und Lasse Sobiech per Foulelfmeter (62.) drehten das Spiel innerhalb weniger Minuten. Doch dann ließ sich Aziz Bouhaddouz zu einem unsportlichen Verhalten hinreißen: Der Stürmer spritzte Duisburgs Lukas Fröde mit seiner Trinkflasche Wasser ins Gesicht und sah glatt Rot (68.). Kauczinski dazu: "Aziz sitzt in der Kabine und ist geknickt. Er weiß, was er getan hat. Ich hoffe, er lernt daraus."

Spielersteckbrief Bouhaddouz

Bouhaddouz Aziz

Trainersteckbrief Kauczinski

Kauczinski Markus

Der Tenor: Das Spiel war ein Schritt nach vorne

In Unterzahl hatten es die Kiezkicker natürlich schwer und kassierten den Ausgleichstreffer durch Stanislav Iljutcenko (81.). Kauczinski wollte seinen Schützlingen diesbezüglich aber keinen großen Vorwurf machen: "Das 2:2 in Unterzahl kann passieren", meinte der 47-Jährige. Die für ihn viel wichtigere Erkenntnis: "Die Mannschaft hat heute ihr Herz gezeigt. Darauf können wir aufbauen."

Der Tenor auf St. Pauli: Das Spiel war ein Schritt nach vorne. Bestätigten müssen die Hamburger dies am kommenden Montag. Zum Jahresabschluss gibt es noch mal ein Heimspiel und zwar gegen den VfL Bochum. Kapitän Bernd Nehrig blickt voraus: "Wir hatten jetzt drei Tage mit dem neuen Trainer. Nun steht eine lange Woche an, in der sich die Abläufe und neuen Sachen besser in die Köpfe verankern können. Aber letztendlich ist das alles Werkzeug. Wichtig ist: Der Wille muss da sein - so wie heute."

cfl

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