Bundesliga

Wer hat wen kontakiert? Heldt widerspricht Wehrle - Nach geplatztem Wechsel von Hannover nach Köln

Nach geplatztem Wechsel von Hannover nach Köln

Wer hat wen kontakiert? Heldt widerspricht Wehrle

Horst Heldt

Ging das Interesse, nach Köln zu wechseln, zunächst von ihm aus - und nicht zum FC? Horst Heldt. Getty Images

Die Personalie Horst Heldt sorgte am Donnerstag für reichlich Verwirrung, mancher sprach schon von einer Posse. Bleibt er nun bei Hannover 96, oder darf er doch zum 1. FC Köln? Das war die entscheidende Frage, die dann erst am späten Nachmittag amtlich beantwortet wurde:

13.27 Uhr: Horst Heldt erklärt in Hannover , dass er "weder das eine oder andere verkünden" könne, Köln sein "Herzensverein" sei und deshalb weitere Gespräche mit Martin Kind nötig seien.

16.10 Uhr: Köln teilt mit , dass man Heldt bereits am Morgen abgesagt habe.

17.40 Uhr: Hannover teilt mit , dass Heldt und Kind nun eine "gemeinsame Zukunftsvision entwickelt" hätten - und Heldt bleibe.

Thema also abgeschlossen? Nicht ganz. Am Freitag überraschte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle mit der Aussage, nicht sein Arbeitgeber habe Heldt kontaktiert, sondern umgekehrt. Heldt sei "auf uns zugekommen" und habe "signalisiert, dass er für Gespräche zur Verfügung stehen würde", verriet Wehrle der Internetseite "geissblog.koeln".

Ich wäre nie auf die Idee gekommen, an Horst Heldt proaktiv heranzutreten.

Alexander Wehrle

"Daraufhin haben wir mit ihm gesprochen. So, wie wir mit mehreren anderen Kandidaten gesprochen haben. Es war ein sehr gutes Gespräch, aber wegen seiner Vertragssituation haben wir besprochen, dass er diese mit Martin Kind lösen muss", so Wehrle weiter. "Es gab aber bis Donnerstag keine klare Situation, weshalb wir sagen mussten: Es ist offensichtlich zu schwierig."

Heldt: "Der Kontakt wurde auch nicht von mir hergestellt"

Wehrles Darstellung wies Heldt prompt zurück: "Der 1. FC Köln hat mich nicht kontaktiert, das ist richtig. Aber der Kontakt wurde auch nicht von mir hergestellt, sondern durch einen Headhunter." Mehr gebe es dazu nicht zu sagen. Spekulation bleibt also, wer diesen Headhunter engagiert hat.

Eine weitere offene Frage: Hat Heldt die Kölner womöglich instrumentalisiert, um in Hannover aufzusteigen? Wehrle will ihm "sicher nichts in dieser Richtung unterstellen". Er nehme Heldt ab, "dass der FC für ihn ein Herzenswunsch gewesen wäre. Nur deshalb haben wir mit ihm das Gespräch geführt. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, an Horst Heldt proaktiv heranzutreten. Er hatte in Hannover erst vor einem halben Jahr einen Vertrag unterschrieben. Wenn er schon fünf Jahre dort gewesen wäre, wäre das anders gewesen."

Der geplatzte Wechsel werfe den FC aber nicht um, "wir haben keine Zeit verloren", betonte Wehrle. "Es bleibt unser Wunsch, bis zum Rückrundenstart diese Personalie zu klären."

jpe/mri

kicker.tv Hintergrund

Bemerkenswerte PK: Stöger fordert Klarheit in der T-Frage

alle Videos in der Übersicht