Raum glänzt beim 4:0 über St. Pauli

Fürther Finesse - Kleeblatt erstmals ohne Gegentor

Raum, Green und Narey

Erleichterung pur: SpVgg-Matchwinner David Raum jubelt mit Julian Green und Khaled Narey (v.l.). imago

Beim Führungstor durch Maximilian Wittek nach 33 Minuten war noch die Mithilfe von Gästekeeper Robin Himmelmann nötig, der den wuchtigen Linksschuss des Fürthers durchrutschen ließ. Doch nach dem 1:0 wurde die Brust der "Kleeblättler" immer breiter, die folgenden Tore immer sehenswerter.

Am Ende stand ein fulminantes 4:0, erstmals blieben die Franken in dieser Spielzeit ohne Gegentor. "Es war einfach geil, einmal nicht bis zur letzten Sekunde um einen Sieg zittern zu müssen", sagte Torwart Sascha Burchert, der in der 69. Minute beim Stand von 2:0 gegen Aziz Bouhaddouz glänzend parierte und ein Zurückkommen der Hanseaten verhinderte.

Spielersteckbrief Green

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Narey Khaled

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Fürth hatte vom Anpfiff weg das Heil in der Offensive gesucht. Zunächst fehlten zwar noch die zündenden Ideen, doch die Wahl von Trainer Damir Buric, mit David Raum, Khaled Narey und Julian Green drei quirlige Akteure in der Offensive aufzubieten, war die richtige gegen phlegmatische Hamburger .

Das genannte Trio trat mutig auf, suchte das Eins-gegen-eins und traf geschlossen ins Tor. "Spieler des Spiels" Raum ragte dabei mit einem Treffer und zwei Vorlagen, Finesse und Kaltschnäuzigkeit heraus (kicker-Note 1,5) und schaffte neben Green den Sprung in die Elf des Tages.

"Wir haben besser umgeschaltet als zuletzt und endlich unsere Chancen genutzt", freute sich Torschütze Wittek. "Wir haben jetzt noch drei Spiele bis zur Winterpause und sollten schauen, dass wir dann nicht auf einem Abstiegsplatz stehen. Das wäre wichtig für den Kopf." Die SpVgg muss 2017 noch nach Duisburg, empfängt dann die Südrivalen Heidenheim und Darmstadt.

Buric: "In jedem Spiel brutaler Druck"

Buric war die Erleichterung anzumerken: "Seit ich hier bin, haben wir in jedem Spiel brutalen Druck. Wir dürfen nicht schauen, was die Konkurrenz macht, sondern dürfen nur auf uns schauen." Für Rachid Azzouzi, der seit Mittwoch als Nachfolger von Ramazan Yildirim als Sportdirektor zurück in Fürth ist, war es ein Einstand nach Maß. Der 46-Jährige sah aber keinen Grund zur Euphorie: "14 Punkte sind immer noch nicht viel. Es war ein ganz wichtiger Sieg, nicht mehr. Unser Ziel muss es jetzt sein, zu Hause eine Macht zu werden."

Die SpVgg ist auf dem besten Weg dorthin, konnte die vergangenen drei Liga-Auftritte im Ronhof allesamt für sich entscheiden (2:1 gegen Aue und Sandhausen, nun 4:0 gegen St. Pauli). Was fehlt, ist weiterhin ein Dreier in der Fremde. Mit einer ähnlich entschlossenen Vorstellung wie gegen den Kiez-Klub ist dieser bei den heimschwachen Duisburgern (1/3/3) durchaus drin.

aho/mf