Heidenheim: Griesbeck fällt aus

Schmidt lobt Sandhausens Kollektiv

Frank Schmidt

Erwartet kein Torspektakel wie zuletzt gegen Union: Heidenheims Trainer Frank Schmidt. imago

Neben Matthias Wittek (Rotsperre) und Marnon Busch (ist nach Muskelfaserriss im Rehtraining) gesellte sich nach dem Union-Spiel auch Sebastian Griesbeck auf die Heidenheimer Ausfallliste . Der Mittelfeldabräumer muss mit einer Innenbandverletzung im Sprunggelenk passen, wie lange wer fehlen wird, ist noch unklar. "Er war zuletzt in einer richtig guten Form. Er ist ein ganz wichtiger Spieler für uns auf der Sechserposition", bedauert Coach Schmidt den Ausfall, ergänzt aber: "Nach seiner Verletzung haben wir umgestellt und es auch gut gelöst." Gegen die Eisernen kam Kevin Kraus in der 28. Minute für den defensiven Mittelfeldmann in die Partie, er wäre auch gegen Sandhausen eine Option.

Beim SVS erwartet die Heidenheimer auf jeden Fall eine knackige Auswärtsaufgabe. Die Mannschaft von Coach Kenan Kocak spielt eine starke Runde und steht aktuell auf dem sechsten Tabellenplatz. "Sie haben schon 21 Punkte, das zeigt, dass sie eine gute Entwicklung nehmen", weiß Schmidt. "Sie spielen sehr variabel, sehr offensiv. Sie wollen Fußball spielen, agieren aber auch mit langen Bällen. Sie sind nicht auf eins, zwei Spieler fixiert, sondern sind als Kollektiv sehr gut." Der FCH-Coach warnt außerdem vor dem schnellen Umschaltspiel des Kontrahenten.

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Zuletzt stand Heidenheim für viele Tore. Es gab ein 4:3 gegen Union, davor ein 2:2 in Düsseldorf. Im Pokal schlug der FCH Jahn Regensburg mit 5:2. Auf ein Torspektakel stellt sich Schmidt am Freitag allerdings nicht ein: "Es fallen nicht viele Tore in Sandhausen. Ein 4:3 oder 3:4 ist nicht zu erwarten. Möglicherweise entscheidet ein Tor. Das wissen wir aus der Vergangenheit, da haben wir es aber gut gemacht und sind in Sandhausen gut gestanden."

Erst ein Spiel zu Null

Zuletzt lief es in Heidenheim besser, aus den vergangenen drei Begegnungen wurden sieben Punkte geholt. In dieser Phase siegte der FCH auch 1:0 gegen Nürnberg, die einzige Ligapartie in dieser Saison, in der es kein Gegentor gab. "Natürlich wäre es mir lieber, wenn uns das häufiger gelingen würde", erzählt Schmidt. "Wir haben in den letzten Spielen unheimlich viele Tore geschossen. Wir wollen schauen, dass wir unser Defensivverhalten in den Griff bekommen, ohne dass wir an Torgefahr einbüßen."

Apropos Torgefahr: Diese entdeckte zuletzt auch Stürmer John Verhoek wieder. Nach seinem Jokertor in Düsseldorf ließ er gleich einen Doppelpack gegen Union folgen - der Angreifer hat nun in acht Saisonspielen drei Tore erzielt. "Er musste auf seine Chance warten. Er weiß, was ich von ihm verlange, das hat er zuletzt gezeigt. Und dann wird er auch schnell belohnt", lobt Schmidt.

mst