Magdeburgs Rother erwartet intensives Spitzenspiel in Köln

FCM: Härtel reicht auch ein "dreckiges Standardtor"

Er fordert in Köln

Er fordert in Köln "all unsere Wucht": Magdeburgs Trainer Jens Härtel. imago

Vier Spiele, null Tore, ein Punkt - in der 3. Liga hat Magdeburg aktuell so seine Probleme. In der Länderspielpause wurde zumindest der SC Naumburg (2:1) im Landespokal geschlagen. Der langfristige Ausfall von Tarek Chahed (Außenbandriss im rechten Knie) trübte am Mittwoch allerdings schon wieder die Stimmung.

Vor dem schweren Spiel in Köln wirkte Magdeburgs Trainer Härtel nur bedingt zufrieden: "Es war eine ordentliche Trainingswoche bis jetzt. Nicht wirklich gut, aber auch nicht schlecht." Neben Chahed macht vor allem Tobias Schwede (elf Einsätze, zwei Tore) Sorgen. Ein Tritt beim 0:0 gegen Wiesbaden, als er nach 70 Minuten runter musste, bereitet ihm noch immer Probleme. Härtel kündigte an, dass er "keinen Spieler durchschleppen" will. Heißt: Nur wenn Schwede bei 100 Prozent ist, wird er auch spielen.

Ob mit oder ohne ihn, die Hürde in Köln ist hoch genug. "Sie haben die vielen Ausfälle überragend kompensiert, das spiegelt sich auch in den Ergebnissen wider", lobte Härtel den kommenden Gegner. Was dabei auffällt: "Fortuna Köln ist in diesem Jahr viel stabiler als zuvor, somit besitzen sie auch mehr Selbstvertrauen. Dass es nun ein Topspiel in Köln wird, macht die Sache noch reizvoller."

Vorgabe: Nicht nur Torjäger Beck suchen

Die Magdeburger wollen auch zeigen, "dass wir bis hierher nicht umsonst 31 Punkte geholt haben" (Härtel). Die Fortuna wird versuchen, "uns ihren Stil aufzuzwingen", glaubt der FCM-Coach. Einer der Ansätze müsse es sein, nicht nur Christian Beck (15 Spiele, erst ein Tor) in der Spitze zu suchen. Härtels Forderung: "Wir müssen bei 100 Prozent sein."

Die Spiele in Köln waren immer sehr körperbetont.

FCM-Mittelfeldmann Björn Rother

Mittelfeldspieler Björn Rother musste in seiner Karriere schon ein paar Mal im Südstadion antreten. Er weiß: "Die Spiele in Köln waren immer sehr körperbetont. Es geht viel über Kampf, den wir annehmen müssen. Wir verfügen über genügend Qualität und müssen diese auf den Platz bringen." Härtel bekräftigte Rother bei seinem Ansatz und will "all unsere Wucht und unsere physischen Qualitäten" sehen.

Mit Blick auf die jüngere Tor-Krise fügte der 48-Jährige noch an: "Man muss dann aber auch seine Chancen nutzen, was uns zuletzt etwas schwer gefallen ist." Wenn dem so sei, müsse man Erfolgserlebnisse eben auch "ein Stück weit erzwingen". Härtels insgeheime Hoffnung? "Ein dreckiges Standardtor, um wieder Stabilität und Selbstbewusstsein zu gewinnen." Und bestmöglich auch das Spitzenspiel in Köln.

msc

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