Berlin: Youngster macht auf sich aufmerksam

Premier-League-Klubs an Hertha-Talent interessiert

Muhammed Kiprit (li.) steht bei zwei Premier-League-Klubs auf dem Zettel.

Muhammed Kiprit (li.) steht bei zwei Premier-League-Klubs auf dem Zettel. imago

In der A-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost traf Kiprit zuletzt beim 6:1 gegen Dynamo Dresden gleich dreimal für Herthas U 19, insgesamt gelangen ihm in dieser Saison bisher in zehn Spielen acht Treffer. In der vergangenen Spielzeit waren es 19 Tore bei 25 Einsätzen. Deshalb sagt auch Berlins Cheftrainer Pal Dardai über den Youngster: "Muhammed hat einen Torriecher."

Im Gegensatz zu anderen Talenten des 99er-Jahrgangs wie Maier, Florian Baak, Palko Dardai, Maurice Covic und Julius Kade gehört Kiprit allerdings noch nicht zum Profikader. "Ich kenne ihn schon lange. Er ist noch ein wenig schüchtern bei uns, so oft hat er noch nicht mit uns trainiert", sagt Dardai über den 18 Jahre alten Angreifer und erklärt: "Er ist bei der A-Jugend richtig torgefährlich. Er hat gute Oberschenkel, kann gut den Ball halten und Tore erzielen. Schauen wir mal weiter."

Kiprit, seit Sommer volljährig, hat bei Hertha noch keinen Profivertrag unterschrieben. Das zusammen mit seiner Trefferquote könnte Begehrlichkeiten anderer Klubs wecken. Schon vor einigen Wochen war der Torjäger beim VfL Wolfsburg im Gespräch, nun sind auch zwei Premier-League-Klubs auf Kiprit aufmerksam geworden. West Ham United und der FC Everton haben Interesse am türkischen Juniorennationalspieler bekundet, der bei den Hertha-Profis starke Konkurrenz vor sich hat. "Vorne sind wir natürlich gut ausgerüstet", weiß Dardai und erklärt: "Da haben wir Vedad Ibisevic und Davie Selke."

Preetz: "Trauen ihm den Weg in den Profifußball zu"

Kiprits Zukunft war auch am Montagabend Thema bei der Gesprächsveranstaltung "Hertha im Dialog" zwischen Fans und Klubführung. Als sich ein Hertha-Fan nach der Perspektive des Nachwuchsstürmers erkundigte, bezog Michael Preetz Stellung. "Wir trauen natürlich auch ihm den Weg in den Profifußball zu. Aber wir müssen auch Sorge dafür tragen, wie wir diesen Weg gestalten. Das Wichtigste ist für uns, dass die Jungs Einsatzzeiten bekommen – in seinem Fall überwiegend in der U 19, aber auch in der U 23", sagte Herthas Manager und berichtete: "Wir sind mit ihm und seinem Berater, wie das heutzutage üblich ist, im Austausch, wie wir die gemeinsame Zukunft über die Saison hinaus gestalten, die idealerweise auch in den Profifußball führen wird."

Jan Reinold

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