DFB-Sportgericht verhängt nach Pokalspiel in Rostock Strafe

Pyro-Skandal: 100.000 Euro Geldstrafe für Hertha

Massiver Einsatz von Pyrotechnik: Hertha-Anhänger in Rostock.

Massiver Einsatz von Pyrotechnik: Hertha-Anhänger in Rostock. imago

Hertha-Anhänger hatten während des Erstrunden-Spiels am 14. August im Ostseestadion mehrmals massiv Pyrotechnik gezündet: Leuchtkugeln wurden in den Rostocker Zuschauerbereich und auf das Spielfeld geschossen, Sitzschalen brannten, schwarzer Rauch breitete sich über dem Rasen aus. Aufgrund der schweren Vorkommnisse musste Schiedsrichter Robert Hartmann die Begegnung (2:0 für Hertha) in der zweiten Hälfte gleich zweimal unterbrechen. Zuvor war in der Rostocker Fankurve ein im Jahr 2014 gestohlenes Hertha-Banner durch Vermummte verbrannt worden.

Der Deutsche Fußball-Bund leitete Ermittlungen ein und verhängte schließlich am Freitag eine 100.000-Euro-Strafe gegen Hertha. Die Alte Dame stimmte dem Urteil zu, es ist somit rechtskräftig. Hertha kann 35.000 Euro der Strafe für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. Die Investitionen müssen dem DFB bis zum 30. Juni 2018 nachgewiesen werden.

Mit der Sanktion gegen Berlin wurden die Ermittlungsverfahren des Kontrollausschusses bezüglich des Bundesligaspiels beim SC Freiburg am 22. Oktober und des DFB-Pokal-Spiels gegen den 1. FC Köln am 25. Oktober mit Zustimmung des Sportgerichts eingestellt.

cfl