3. Liga

Karlsruher SC empfängt Würzburger Kickers - Schwartz-Heimserie soll halten - Duell der Frustrierten im Wildpark

Karlsruhe empfängt Würzburg - Schwartz-Heimserie soll halten

KSC vs. FWK: Duell der Frustrierten im Wildpark

Fabian Schleusener

Auf bestem Weg zurück zur Topform: KSC-Angreifer Fabian Schleusener. imago

Es trifft der 14. auf den 17., die Abstiegsränge sind nicht weit entfernt. Dem Duell des KSC mit dem FWK kommt am Samstag demnach hohe Bedeutung zu. In Sachen Punktekonto, in Sachen Stimmung und Selbstvertrauen.

Die Hausherren hoffen auf die wiedererlangte Heimstärke, die unter dem neuen Trainer Alois Schwartz in den beiden siegreichen und gegentorfreien Auftritten im Wildparkstadion gezeigt wurde. Verlieren verboten, heißt es in Karlsruhe. Angreifer Fabian Schleusener stimmt dieser Ansicht zu. "Das ist so. Wir wollen aber nie ein Spiel verlieren, sondern gehen immer mit dem Ziel auf den Platz, zu gewinnen. Das Duell gegen Würzburg ist prickelnd, da wollen wir drei Punkte einfahren." Schleusener (zwei Torerfolge, zuletzt Doppelpack im Landespokal) fordert, gegen die Kickers sicher zu stehen, dazu "Einsatz, Kampf, Wille" zu zeigen und "mit Vollgas Fußball spielen".

Der gebürtige Freiburger ist nach seinem im Januar in einem Test gegen Würzburg erlittenen Kreuzbandriss auf dem Weg zurück zu alter Form und ein Startelfkandidat. "Ich fühle mich wieder auf einem hohen Level, ich bin zwar noch nicht bei hundert Prozent, aber auf einem sehr guten Weg", sagt der lauffreudige Offensivmann.

FWK - noch ohne Stabilität und Angriffsschwung

Michael Schiele

Zunächst Interimstrainer beim FWK: Michael Schiele. imago

Mitabsteiger Würzburg hat die Kurve auch noch nicht bekommen. Die Mainfranken setzen nach der Entlassung von Trainer Stephan Schmidt zunächst auf Interimscoach Michael Schiele, der die Mannschaft schon kennt, weil er zuvor Schmidts Co-Trainer war. Sein Pflichtspieldebüt als Chef ging im Landespokal gegen Rosenheim daneben (4:5 i.E.).

Für die Trainersuche ist der innerste Führungskreis mit Vorstandschef und Sportdirektor Daniel Sauer sowie Aufsichtsratsboss und Sponsor Thorsten Fischer verantwortlich. Schiele wäre zumindest die wohl günstigste Trainerlösung. Die Kickers sind, so scheint es, am Tiefpunkt eines schlimmen Jahres 2017, in das der Klub als Zweitliga-Sechster gestartet war, angekommen.

Das neu zusammengestellte Team (17 Zugänge) funktioniert noch nicht. Routiniers wie Torhüter Wolfgang Hesl oder die Außenverteidiger Maximilian Ahlschwede und Sebastian Schuppan konnten noch nicht für die nötige Stabilität sorgen. Offensivkräfte wie Dennis Mast, Patrick Göbel oder Simon Skarlatidis lassen den erhofften frischen Wind noch vermissen. Nun geht es um nackte Ergebnisse. Ein Saisonziel gibt es nicht. Wohl auch, um den Druck vom Kader zu nehmen. Doch die Zeit der Ausreden ist mit der Trainerentlassung erst einmal vorbei.

aho/pp/fkr

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