Diskussionen um Financial Fairplay

Rummenigge fordert Lizenzentzug oder Punktabzug

Karl-Heinz Rummenigge

Das von der UEFA zu harmlos gehandhabte Financial Fairplay ist ihm nach wie vor ein Dorn im Auge: Karl-Heinz Rummenigge. imago

In diesem Sommer ist die Diskussion um das Financial Fairplay auf ein neues Level gehoben worden. Vor allem die mächtigen Investitionen von Paris Saint-Germain (allein 222 Millionen Euro für Superstar Neymar) haben die Kritik verschärft.

Geldstrafen erzielen bei betreffenden Vereinen wie PSG oder Manchester City keine Wirkung mehr - das meint zumindest Rummenigge. "Wenn ich solche Inhaber habe, ist Geld relativ", sagte der 62-Jährige beim 1. Bundesliga-Zukunftsgipfel in Köln: "Mit Geldstrafen kannst du da wenig weh tun." Weh tue es den Klubs erst, "wenn du die Lizenz verweigerst oder Punkte abziehst", ergänzte der Bayern-Vorstandschef.

Grundsätzlich bekräftigte Rummenigge aber auch sein Vertrauen in den neuen UEFA-Präsidenten Aleksander Ceferin: "Ich bin überzeugt, er wird tätig werden, Financial Fairplay anpassen und modernisieren und dafür sorgen, dass es am Ende des Tages fair gehandhabt wird."

Rummenigge, der bis Anfang September noch der europäischen Klubvereinigung ECA vorstand, ergänzte: "Wenn das passiert, wird auch der deutsche Fußball weiterhin wettbewerbsfähig bleiben. Wenn es nicht seriös umgesetzt wird, müssen wir die seriöse Diskussion führen, ob wir den Vereinen nicht die Entscheidungshoheit über 50+1 lassen." Diese Regel verbietet den deutschen Vereinen im Moment noch, die Mehrheit ihrer Anteile an Investoren abzugeben.

mag/dpa

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