Mainz-Trainer Schwarz sucht nach der Idealbesetzung

Frei oder Serdar: Strategie oder Dynamik?

Suat Serdar und Fabian Frei

Wer spielt an der Seite von Danny Latza? Suat Serdar (li.) oder Fabian Frei? imago

Letzterer ist jedoch die unwahrscheinliche Lösung, denn der Franzose hat seine Sache in der Dreierkette an der Seite von Stefan Bell und Abdou Diallo gutgemacht. Schwarz schätzt die Wucht und Körperlichkeit des Defensivallrounders sehr, was durchaus dazu führen kann, dass Gbamin im defensiven Mittelfeld auftaucht, sofern diese Qualitäten dort einmal besonders nachgefragt werden.

Im Normalfall, das heißt ohne Verletzungssorgen, spielen Frei oder Serdar neben Latza, wobei auch Alexandru Maxim auf die Sechs zurückgezogen werden kann. In den bisherigen sechs Bundesligaspielen bildeten immer zwei aus dem Trio Latza-Frei-Serdar das defensive Mittelfeld der Mainzer, wobei Latza nur aus Verletzungsgründen kürzer trat.

Die Qualität seiner Nebenleute ist sehr unterschiedlich. "Fabi ist ganz klar strategisch veranlagt", skizziert Schwarz die Stärken des 28 Jahre alten Frei. "Ich weiß, dass er manchmal etwas kritisch beäugt wird, man muss aber auch ganz klar feststellen, dass solche Balleroberungen wie gegen Hertha vor der Elfmetersituation von ihm ausgehen", erläutert der Trainer. "Fabi bringt viele gute Dinge, auch im Hinblick auf seine Zweikampfführung und die Balleroberungen mit."

Und Serdar? "Er ist ein anderer Spielertyp. Suat lebt von seiner Dynamik, er hat es gegen Hoffenheim Bombe gemacht", so Schwarz über den 20-Jährigen. Dass er gegen Hertha auf der Bank saß und in der 69. Minute für Frei eingewechselt wurde, sei auch dem Kräfteverschleiß in der englischen Woche geschuldet gewesen. Bis zum Wolfsburg-Spiel wird das keine Rolle mehr spielen...

Michael Ebert