Mamba vor vorzeitiger Rückkehr?

Wollitz: "Dann lege ich mein Amt nieder"

Hoffnung auf die Blitz-Rückkehr: Steht Streli Mamba seinem Coach Claus-Dieter Wollitz (li.) bereits am Freitag wieder zur Verfügung?

Hoffnung auf die Blitz-Rückkehr: Steht Streli Mamba seinem Coach Claus-Dieter Wollitz (li.) bereits am Freitag wieder zur Verfügung? imago

Nachdem Benjamin Förster sich vor zwei Wochen im Training das Syndesmoseband gerissen hatte und Energie noch mindestens bis November fehlen wird, traf es nur Tage später im Heimspiel gegen den BFC Dynamo dessen Sturmpartner Streli Mamba. Die Diagnose beim Deutsch-Kongolesen: Muskelfaserriss, rund vier Wochen Pause. Nun könnte es beim 23-Jährigen, der die Saison mit neun Toren aus sieben Spielen furios begann, aber doch ganz schnell gehen.

"Er ist seit Sonntag wieder im Lauftraining und spürt keine Probleme", sagte Wollitz über seinen Top-Torschützen, der, so der FCE-Coach, am liebsten schon am Freitag gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC (19 Uhr) auflaufen würde. Ob es dazu kommt? Fraglich. "Wenn man mir garantiert, dass keine Risiken zu erwarten sind, werde ich mich damit auseinandersetzen, ob es Sinn macht, ihn spielen zu lassen", kündigte Wollitz an.

Trainersteckbrief Wollitz

Wollitz Claus-Dieter

Spielersteckbrief Sanogo

Sanogo Boubacar

Spielersteckbrief Förster

Förster Benjamin

Spielersteckbrief Mamba

Mamba Streli

Spielersteckbrief Boakye

Boakye Gabriel

"Am liebsten würde ich mit allen verlängern"

Außer Frage steht, dass eine vorzeitige Rückkehr Mambas die Personalsorgen des Tabellenführers (derzeit nur 14 Spieler des Lizenzspielerkaders im Mannschaftstraining) entspannen würde - vor allem in der Offensive. Als einziger etatmäßiger Mittelstürmer blieb zuletzt nur noch der 19-jährige Gabriel Boakye übrig, der auch am vergangenen Wochenende beim Berliner AK 07 in der Startelf stand, bislang aber noch auf seinen ersten Treffer in der Regionalliga wartet - und ohnehin ursprünglich als Außenverteidiger nach Cottbus kam.

Aufgrund dieses Notstands geisterte in den vergangenen Tagen immer wieder der Name Boubacar Sanogo durch die Lausitz. Der Ivorer, der bereits von 2012 bis 2014 für Cottbus auf Torejagd ging, ist derzeit vereinslos. Das Gerücht, Cottbus erwäge eine Verpflichtung des ehemaligen Bundesligastürmers (Kaiserslautern, Hamburg, Bremen, Hoffenheim), dementierte Wollitz nun aber mit Nachdruck. "Wir sind finanziell nicht auf Rosen gebettet. Jetzt einen vereinslosen Stürmer zu verpflichten, wäre Aktionismus", sagte Wollitz und legte nach: "Wenn ein solcher Transfer zustande kommt, lege ich am nächsten Tag mein Amt nieder", sagte der Energie-Trainer, ohne Sanogos Namen explizit zu erwähnen.

Die eingeschlagene Philosophie will Wollitz weiter verfolgen - mit dem vorhandenen Spielermaterial. "Am liebsten würde ich mit allen Spielern vorzeitig verlängern", so der 52-Jährige. Der Erfolg gibt ihm dabei recht: Gegen die Hertha-Reserve könnte sein Team im neunten Saisonspiel den neunten Sieg feiern.

kon