Mainz 05 erweitert seinen Vorstand

Schwarz sieht den nächsten Entwicklungsschritt

Sandro Schwarz, Mainz 05

Insgesamt zufrieden mit der englischen Woche: Mainz' Trainer Sandro Schwarz. Getty Images

Ende Juni war Johannes Kaluza von den Mitgliedern zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt worden, danach bestellte der Aufsichtsrat den bisherigen Sportdirektor Rouven Schröder zum neuen Sportvorstand. Dieses Zweiergremium wird demnächst um eine weitere Position erweitert. Ein zusätzliches Vorstandsmitglied soll den kaufmännischen Bereich, also Finanzen, Marketing, Organisation und Personal, verantworten. "Der Aufsichtsrat hat sich vor seiner Entscheidung intensiv mit den internen Strukturen und Arbeitsabläufen des Vereins befasst. Die Geschäftsführer sind in diesen Analyseprozess mit einbezogen gewesen", betont Aufsichtsratschef Detlev Höhne. Die Suche wird von externen Experten professionell begleitet, was darauf hindeutet, dass die bisherigen Geschäftsführer Dag Heydecker (Marketing) und Christopher Blümlein (Finanzen) eher geringe Chancen auf den neuen Posten haben.

Schwarz: "Die englische Woche war extrem wichtig"

Der stark ausgedünnte Kader (auch Niko Bungert, Gaetan Bussmann, Gerrit Holtmann und Florian Müller fehlen im Mannschaftstraining) war Verletzungen und der starken Belastung aufgrund von drei Spielen innerhalb von acht Tagen geschuldet. "Diese englische Woche war für uns extrem wichtig, weil wir alles drin hatten: Eine absolut verdiente Niederlage gegen die Bayern, ein Spiel auf Top-Niveau gegen Hoffenheim, bei dem wir das Ergebnis nicht gezogen haben, und schließlich hinten raus ein extrem wichtiges Resultat, das aufgrund einer sehr guten Basisleistung zustande kam", resümiert Trainer Sandro Schwarz und bezeichnet diesen Erfolg als "nächsten Entwicklungsschritt".

Berggreen: Erste U-23-Einsätze winken

Stürmer Emil Berggreen hat sich nach seinen schweren Knieverletzungen inklusive Kreuzbandriss ins Mannschaftstraining zurückgekämpft. Für einen Einsatz bei den Profis ist es für den 24 Jahre alten Dänen zwar noch zu früh, in der U 23 könnte jedoch schon bald seine Stunde schlagen, vielleicht sogar bereits am Donnerstag in der Regionalligapartie gegen 1899 Hoffenheim II. "Es ist wichtig, dass man nach einer langen Verletzung auch einen langen Zeitraum auf dem Trainingsplatz steht, da wollen wir das optimale auch rausholen. In Verbindung mit dem ein oder anderen U-23-Einsatz, um ihn näher und schneller an uns heranzubringen. Emil hat mit seiner Präsenz und Körperlichkeit eine Qualität, die wir nicht im Kader haben", erläutert Schwarz. Nach einer Pause von über einem Jahr wird diese Aufbauarbeit allerdings wohl noch die gesamte Hinrunde in Anspruch nehmen.

Michael Ebert