Der Angreifer erhöht Dortmunds Durchschlagskraft massiv

Bemerkenswerte Bilanz: Philipps Blitzstart beim BVB

Pierre-Emerick Aubameyang und Maximilian Philipp

Passen gut zusammen: Pierre-Emerick Aubameyang und Maximilian Philipp. imago

Nach der Kür auf dem Rasen folgte die Pflicht im Bauch des Stadions. Maximilian Philipp eilte von Kamera zu Kamera und gewährte den Fragestellern des Fernsehens einen seltenen Einblick in sein Innerstes. Interviews zu geben, empfindet der früherer Freiburger als eher lästig, lieber jagt er einem Ball hinterher, vernascht seine Gegenspieler und lässt sich als Torschütze feiern. Gegen Mönchengladbach sogar zweimal : Schon ganz früh in der Saison - und sehr eindrucksvoll - beantwortet Philipp die Frage, warum der BVB für ihn stolze 20 Millionen Euro in die Hand nahm.

"Philipp ist in den entscheidenden Momenten immer da", lobt Teamkollege Mario Götze und nennt den Neu-Dortmunder nach nur drei Monaten schon "eine große Bereicherung". Sportdirektor Michael Zorc verweist darauf, dass "alle vorne auf höchstem Niveau spielen", präzisiert dann aber: "Philipp hat sich extrem schnell zurechtgefunden."

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Glänzendes Verständnis zwischen Aubameyang und Philipp

Besonders auffällig: das glänzende Verständnis zwischen Tormaschine Pierre-Emerick Aubameyang und Philipp. Beim 1:0 gegen Gladbach legte Aubameyang dem neuen Kollegen punktgenau auf, beim 3:0 revanchierte sich Philipp mit einer exakten Vorarbeit. "Wir wissen beide, was wir können", sagt Philipp, der den Ball bei seinem ersten Treffer am Samstag nach eigener Darstellung "nur noch reindrücken" musste. Das ging dann glatt als Untertreibung des Abends durch: Was Philipp lächelnd als Kinderspiel bezeichnete, war in Wirklichkeit technisch äußerst anspruchsvolle Arbeit.

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In acht der bisher neun Pflichtspiele der Saison attackierte Philipp in schwarz-gelber Dienstkleidung, bisher vier Tore und drei Assists schmücken seine jetzt schon bemerkenswerte Bilanz. Der so gerne mit dem derzeit verletzten Marco Reus verglichene Angreifer erhöht Dortmunds Durchschlagskraft massiv - und den Schwierigkeitsgrad für die BVB-Gegner, die ohnehin unter dem hartnäckigen Pressing des aktuellen Tabellenführers ächzen. "Bis jetzt hatten alle Mannschaften mit uns Probleme", sagt Philipp, "keiner hat wirklich Lust darauf, wie wir spielen."

Thomas Hennecke

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