Bundesliga

Hoeneß setzt auf Investorenfrust: "Dann ist unsere Zeit"

Bayern-Präsident bleibt seiner Linie treu

Hoeneß setzt auf Investorenfrust: "Dann ist unsere Zeit"

"Immer nur eine Mannschaft kann die Champions League gewinnen": Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

"Immer nur eine Mannschaft kann die Champions League gewinnen": Bayern-Präsident Uli Hoeneß. picture alliance

Muss der FC Bayern München künftig seine Transferpolitik überdenken? Zuletzt äußerte sich Robert Lewandowski schon in diese Richtung. Der Verein müsse sich etwas einfallen lassen, um auch in der Zukunft Weltklassespieler nach München zu lotsen. Dafür gab es postwendend scharfe Kritik von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Hoeneß glaubt ohnehin nicht daran, dass sich das derzeitige Niveau der Ablösesummen lange halten wird. "Es wird der Zeitpunkt kommen, wo alle, die jetzt so viel Geld rausdonnern, kleinere Brötchen backen werden, weil der sportliche Erfolg sich nicht so einstellt, wie es sich die Geldgeber vorgestellt haben", sagte der Präsident des deutschen Rekordmeisters vor dem Duell bei Paris St. Germain am Mittwoch (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de).

Paris ist genau der Verein, der mit dem Neymar-Transfer in eine neue Dimension vorgestoßen ist. Die Franzosen sind aber längst nicht der einzige Klub, der diesen Sommer das Portemonnaie weit öffnete. Insgesamt sieben Vereine aus Spanien, England und Italien gaben neben PSG 150 Millionen Euro und mehr aus. Das langfristige Ziel für alle: Gewinn der Champions League.

Bayern München - Vereinsdaten

Gründungsdatum

27.02.1900

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Paris St. Germain - Vereinsdaten

Gründungsdatum

12.08.1970

Vereinsfarben

Blau-Rot

Champions League - Vorrunde, 2. Spieltag

Hoeneß: "...jetzt haben wir die Schnauze voll"

Doch weil die Königsklasse "immer nur eine Mannschaft gewinnen" könne, erwartet Hoeneß einen gewissen Frust bei diversen Investoren: "Die Geldgeber werden sagen: Jetzt haben wir so viel Geld reingesteckt und erreichen nicht, was wir erreichen wollen, jetzt haben wir die Schnauze voll! Und dann ist unsere Zeit da."

Hoeneß bleibt auch dabei, dass ein Spieler "für 100 Millionen Euro für den FC Bayern nicht akzeptabel ist". Kritik an dieser Position und dass man so dem Untergang entgegensteuere, prallt an Hoeneß ab. Vielmehr entgegnet der 65-Jährige: "Stattdessen müssten uns Lobeshymnen gesungen werden, weil wir mit unserer eigenen Arbeit und aus eigener Kraft erfolgreich sind." Den aktuellen Kader sieht er absolut auf Augenhöhe mit der europäischen Konkurrenz.

Lesen Sie im aktuellen kicker, wie Uli Hoeneß mit dem FC Bayern München die Zukunft plant und warum der FCB - trotz aussichtsreicher Gespräche - Abstand von einer Verpflichtung von Naby Keita nahm. Außerdem nimmt Karl-Heinz Rummenigge im kicker-Interview u.a. Stellung zur Transferpolitik und zur Zukunft des Financial Fair Play.

tru