Bundesliga

Bayern hätte Gabriel Jesus günstig holen können - günstiger als Manchester City

ManCity machte trotz Spezial-Klausel das Rennen

Bayern hätte Gabriel Jesus günstig holen können

Gabriel Jesus (M.)

Von wegen erst mal langsam an die Premier League gewöhnen: ManCity-Stürmer Gabriel Jesus (M.). picture alliance

32 Millionen Euro für einen 19-Jährigen? Manchester City hatte damit kein Problem im Sommer 2016: Diese Summe überwies der Premier-League-Klub an Palmeiras Sao Paulo für Stürmer Gabriel Jesus. Bis zum Jahresende blieb er noch in seiner Heimat, ab Januar 2017 sollte er dann England erobern - und wahrlich: Das tat er.

Inzwischen hat Jesus, seit April 20 Jahre alt, 15 Premier-League-Spiele absolviert und markierte dabei stolze 15 Scorerpunkte: elf Tore, vier Assists. Die völlig neue Kultur, die Kälte des englischen Winters, die bärenstarke Konkurrenz, die teils beinharten Abwehrspieler, ja nicht einmal ein Mittelfußbruch im Frühjahr konnten Jesus bislang aufhalten. In der neuen Saison ist er bei Trainer Pep Guardiola meistens in der Startelf gesetzt.

Und doch könnte er jetzt stattdessen auch das Bayern-Trikot tragen. Denn: In seinem Vertrag bei Sao Paulo hatte er nach kicker-Informationen eine Klausel, die ihm einen Wechsel zu vier europäischen Topklubs für "nur" rund 25 Millionen Euro ermöglicht hätte - neben Real Madrid, dem FC Barcelona und Manchester United eben auch der FC Bayern. Doch keiner aus diesem Quartett schlug damals zu.

Neun Länderspiele, fünf Tore, fünf Vorlagen

Ob sie es bereuen? Jesus jedenfalls hat längst mindestens erahnen lassen, dass die 32 Millionen Euro gut investiert waren, der Fünfjahresvertrag bis 2021 eine gute Idee war. Für Brasiliens Nationalmannschaft debütierte er im September 2016, als sein Wechsel zu ManCity bereits feststand - mit zwei Toren und einer Vorlage. Inzwischen hat er in neun A-Länderspielen fünfmal getroffen und fünf weitere Treffer vorbereitet.

Drei Spieler, die heute anderenorts für Furore sorgen, wurden dem FC Bayern einst angeboten - und für Leroy Sané war kein Platz: Die große Hintergrund-Story "Der Hoeneß-Plan" lesen Sie im kicker vom Montag!

jpe/kw

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