DER kicker.tv TALK - Folge 5

Wolff: Diskussionen sind "noch schwerer erträglich"

DER kicker.tv TALK

Streitthema Videobeweis: DER kicker.tv TALK.

Zunächst ging es in der Gesprächsrunde um den überraschend schwachen Auftritt der Bayern in der Abendpartie gegen den VfL Wolfsburg, in der sich der Rekordmeister trotz eines 2:0 zur Pause noch mit einem Unentschieden zufriedengeben musste. Der ehemalige Münchner Profi Effenberg fand deutliche Worte: "Das war mit das Schlechteste, was ich seit langem von den Bayern gesehen habe - von der Intensität, von der Bereitschaft", so Effenberg.

Während Schubert das Gegenpressing sowie die mangelnde Bewegung im Spiel nach vorne kritisierte, vermisste Ismael das Tempo beim Rekordmeister. "Als Spitzenmannschaft darfst du das Spiel nicht aus der Hand geben", so der ehemalige VfL-Coach. Wolff, der trotz des Fehlers von Keeper Sven Ulreich beim 1:2 durch Maximilian Arnold nicht von einem Torwartproblem bei den Münchnern sprechen wollte, kann sich in der laufenden Saison einen engeren Kampf um die Meisterschaft vorstellen. "Wenn sich die Bayern öfter so eine Nachlässigkeit erlauben, könnte es spannend werden."

Effenberg zum Videobeweis: "Fehler dürfen nicht in der Häufigkeit vorkommen"

Anschließend widmete sich Moderator Nadvornik mit seinen Gästen dem Hauptthema der Sendung, dem Videobeweis. In der noch jungen Saison hatte es trotz des Video-Schiedsrichters immer wieder Fehlentscheidungen gegeben. Effenberg forderte knallhart, bei einer Häufung einzelne Referees auszusortieren. "Diese Fehler dürfen nicht in der Häufigkeit vorkommen", so der "Tiger".

Der Ex-Bundesligaspieler forderte, dass sich der Haupt-Schiedsrichter eine strittige Szene selbst noch einmal auf dem TV-Bildschirm anschauen solle. Dagegen argumentierte Wolff, dass das bei kniffligen Situationen trotzdem nicht viel helfen würde - da der Referee am Ende trotzdem eine Entscheidung fällen müsse. Der kicker-Redakteur betonte, den Videobeweis nicht "verteufeln zu wollen", hätte sich jedoch einen reibungsloseren Ablauf gewünscht. "Ich hätte erwartet, dass krasse Fehlentscheidungen wegfallen. So macht es die Diskussionen noch schwerer erträglich als vorher."

Andre Schubert

Kann die Diskussionen um den Videobeweis nicht verstehen: Andre Schubert.

Knifflige Szenen auf Video-Leinwand?

Schubert dagegen konnte die Diskussionen um den Videobeweis nicht verstehen. "Die Erwartung, dass es keine Fehlentscheidung mehr gibt, geht nicht", so der ehemalige Gladbach-Coach. "Es wird immer wieder Situationen geben, wo es unterschiedliche Meinungen gibt." Der 46-Jährige schlug stattdessen vor, den Zuschauern im Stadion über die Video-Leinwand strittige Situationen zu zeigen. "Man hat immer Angst um die emotionale Auswirkung, aber wenn keiner Bescheid weiß, ist das blöd."

Auch Ismael hatte eine Idee, den Video-Beweis zu verbessern. "Man sollte auch in anderen Sportarten wie American Football schauen, warum er dort funktioniert. Vielleicht kann man Ideen von dort mit einfließen lassen." Effenberg sah derweil in der Idee, Ex-Spieler als Video-Schiedsrichter einzusetzen, eine sinnvolle Option.

Einig waren sich die Gäste, dass der Video-Beweis bestehen bleiben soll. "Er soll sich durchsetzen, dafür müssen die Fehler jedoch eingegrenzt werden. Es wird immer welche geben - aber nicht diese krassen Fehlentscheidungen", so Effenberg.

jly

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Wolff: Videobeweis "funktioniert nicht"

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