Starker Debütant darf auf Einsatz in Dortmund hoffen

Cuisance: Bremser als Prophet

Starkes Debüt für Gladbach: Michael Cuisance (l.).

Starkes Debüt für Gladbach: Michael Cuisance (l.). imago

Im Zusammenhang mit diesem Spielerwechsel wurde Gladbachs Co-Trainer Dirk Bremser sogar zum Propheten. Michael Cuisance kam zur zweiten Halbzeit an Stelle von Kramer aufs Feld, folgendermaßen angekündigt von Bremser: "Er ist ein sehr guter Fußballer, und das wird er auch gleich zeigen."

Tatsächlich lieferte der Youngster dann 45 Minuten auf hohem Niveau, zeigte seine spielerische Klasse, spielte mutig und ohne Anpassungsprobleme. "Wenn ein 18-jähriger reinkommt und dem Spiel eine Wandlung gibt, dann sag das alles über seine Leistung aus", lobte Trainer Dieter Hecking.

Mit großer Selbstverständlichkeit forderte der im Sommer von AS Nancy geholte Mittelfeldmann immer wieder den Ball, scheute sich auch nicht, mal riskante Pässe zu spielen oder aus der Distanz das Tor anzuvisieren. Schon in der Vorbereitung hatte der Youngster einige beeindruckende Kostproben seines Könnens gegeben, nun zeigte er auch in der Bundesliga keinerlei Zurückhaltung.

Borussias zweitjüngster Bundesligadebütant

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl liest das kicker-Sonderheft Europas Top-Ligen.

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl liest das kicker-Sonderheft Europas Top-Ligen. kicker

Cuisance ist Borussias zweitjüngster Bundesligadebütant, Marco Marin war lediglich 16 Tage jünger, als er erstmals in der Bundesliga auftauchte. Und womöglich darf der Franzose am Samstag in Dortmund schon zum zweiten Mal ran, was angesichts der langen Gladbacher Verletztenliste keine Überraschung wäre.

Hofmann hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben

Unklar ist zunächst noch, welchen seiner angeschlagenen Mittelfeldspieler Trainer Hecking beim Borussenduell am Samstag wieder aufbieten kann. Jonas Hofmann, der wegen muskulärer Probleme gegen Stuttgart fehlte, hat jedenfalls die Hoffnung auf ein Comeback im Spiel bei seinem Ex-Klub noch nicht aufgegeben. Und Christoph Kramer gilt spätestens seit seinem Auftritt in Leipzig als Spieler mit großem Stehvermögen, als er trotz eines bösen Kopftreffers weitermachte. Nachdem er allerdings gegen Stuttgart wieder am Kopf getroffen wurde, musste er auf Empfehlung des Mannschaftsarztes dann aber doch mal eine Pause einlegen.

Aber wie zu sehen war, besitzt Hecking auch angesichts vieler Ausfälle noch immer ein paar Trümpfe in der Hinterhand. Cuisance ist dafür ein exzellentes Beispiel.

Oliver Bitter

Jahrgang 2001 neu dabei! Die jüngsten Bundesliga-Debütanten