Hoffenheim: Cooler Wagner freut sich auf coolen Typen

"Die Hertha ist mir total egal"

Sandro Wagner

Fordert Konzentration bis zum Ende: Hoffenheims Sandro Wagner. imago

Bei seinem ersten Wiedersehen mit dem Ex-Klub sei das noch anders gewesen. "Aber jetzt ist es ganz normal." Die Gästefans dagegen waren heiß auf den 29-Jährigen und bedachten ihn mit wenig netten Sprechchören. Auch das ließ Wagner kalt. "Es ist ja nicht nur gegen die Hertha. Ich habe ihnen ja auch einen Eckball zurückgegeben und die Antwort der Fans war: Wagner, du ... Mir ist es wurscht", erklärte er lachend.

Dabei war dem Confed-Cup-Sieger nach dem Remis eigentlich gar nicht nach Lachen zumute. Denn nach einer dominanten ersten Hälfte verpennte die TSG die Anfangsphase des zweiten Abschnitts und kassierte folgerichtig den Ausgleich durch Alexander Esswein. "Ich verstehe es nicht, wir sind schon gegen Braga schläfrig aus der Halbzeit gekommen", ärgerte sich Wagner. Zu tief standen die Kraichgauer, halbherziges Verteidigen ab der Mittellinie inklusive. "So war das nicht geplant, wir wollten anders anlaufen. Da haben wir das Spiel hergeschenkt", lautet das Fazit, dem die Forderung folgt: "Wir spielen gut, dominieren die Gegner - aber wir müssen es über 90 Minuten halten, sonst wirst du bestraft."

Spielersteckbrief Wagner

Wagner Sandro

Schon am Mittwoch ergibt sich beim 1. FSV Mainz 05 (20.30 Uhr, LIVE! auf kicker.de) Gelegenheit zur Wiedergutmachung. Allerdings warnt Wagner: "Die legen immer die ersten 15 Minuten los wie die Feuerwehr. Da muss man direkt wachsam sein. Sie haben einen guten, jungen Trainer, den ich sehr sympathisch finde." Sandro Wagner und Sandro Schwarz - zwei Namensvetter, die auch privat verbunden sind? Wagner schüttelt grinsend den Kopf. Aus Darmstädter Tagen kenne er Schwarz über den Lilien-Torwarttrainer Dimo Wache. In der Tat sind die beiden eng befreundet. "Und da Dimo ein cooler Typ ist, denke ich, dass er auch ein cooler Typ ist."

Benni Hofmann