Bundesliga

Badstubers Kampf gegen die Uhr

Stuttgarts neuer Abwehrchef trainiert weiter individuell

Badstubers Kampf gegen die Uhr

Holger Badstuber

Ist nicht voll belastbar: Holger Badstuber. imago

Als Badstuber frisch beim VfB ankam, sagte er: "Ich brauche Training, Training, Training." Daran hat sich nur zwischenzeitlich etwas verändert. Auch in dieser Woche braucht der 28-Jährige Training, Training, Training, um es vielleicht noch in den Kader für die Partie gegen die Wölfe zu schaffen. Die Adduktorenzerrung, die sich der frühere Bayern-Profi in der jüngsten Länderspielpause beim Testspiel beim Drittligisten SG Sonnenhof-Großaspach (0:1) zugezogen hat, plagt ihn weiterhin. Seither hat Badstuber noch nicht mit der Mannschaft trainiert. Auch die beiden Einheiten am Mittwoch verfolgte er größtenteils in Begleitung der Physios auf Solo-Pfaden.

Beim 1:3 auf Schalke am vergangenen Sonntag wurde der 31-malige Auswahlspieler von seinen Mitstreitern schmerzlich vermisst. Hatte der Abwehrmann in der Woche davor beim 1:0 gegen Mainz noch durch seine rigorose Zweikampfführung und seine Kommandos der Stuttgarter Defensive zu etwas mehr Stabilität und dem Aufsteiger mit seinem Kopfballtreffer zum Sieg verholfen, war diesmal vieles wie früher ohne ihn. Vor allem Marcin Kaminski und Timo Baumgartl wackelten sich zeitweise durchs Spiel in der Veltins-Arena. Kein Wunder, dass die Stuttgarter jetzt bis zur letzten Minute auf die Rückkehr des ablösefreien Neuzugangs hoffen.

Es wird knapp, sehr knapp sogar. Sollte es nicht reichen, wird Wolf möglicherweise auf die Dreierformation der Vorwoche - Benjamin Pavard, Baumgartl und Kaminski - setzen müssen. Oder er baut komplett um. Auf eine Viererkette, die Pavard und Baumgartl zwischen Andreas Beck und Dennis Aogo auf den beiden Seiten sehen dürfte. Aber noch ist ja Zeit. Ein bisschen zumindest.

George Moissidis