WM

England fehlt noch ein Schritt - Nordirland holt Rang zwei

WM-Qualifikation am Montag: WM-Aus für Tschechien

England fehlt noch ein Schritt - Nordirland holt Rang zwei

Ein Tor, eine Vorlage: Auf Englands Youngster Marcus Rashford war Verlass.

Ein Tor, eine Vorlage: Auf Englands Youngster Marcus Rashford war Verlass. picture alliance

Gruppe F: England so gut wie durch - Dreikampf um Rang zwei

Trotz einiger Probleme hat England einen großen Schritt in Richtung erfolgreiche Qualifikation gemacht und im Wembley Stadium die Slowakei mit 2:1 besiegt. Die Three Lions, die durch einen frühen Lobotka-Treffer bereits nach drei Minuten mit 0:1 in Rückstand geraten waren, taten sich vor allem in der ersten Halbzeit gegen starke Slowaken schwer und fanden quasi nicht statt. Ein Tor nach einem Eckball brachte den Weltmeister von 1966 wieder zurück - Dier nickte nach einem Rashford-Eckball zum 1:1 ein (37.). Nach dem Seitenwechsel wurde die Southgate-Elf stärker und ging nach 59 Minuten durch Rashford in Front. England brachte diese Führung letztlich verdient über die Zeit und führt die Gruppe F vor den Slowaken (15) mit 20 Zählern an.

Profitiert von der Niederlage der Slowaken haben am Abend die Schotten, die sich durch einen 2:0-Sieg über Malta in eine aussichtsreiche Verfolgerposition geschoben haben. Gegen die Südeuropäer reichte Schottland eine allenfalls durchschnittliche Leistung: Bereits nach neun Minuten stellte Berra auf 1:0, kurz nach der Pause sorgte Angreifer Griffiths per Abstauber für den Endstand (49.).

Genauso wie Schottland stellte Slowenien sein Punktekonto auf 14, die Gäste aus Litauen waren chancenlos. Ilicic (25., 61.) traf in Ljubljana gleich zweimal vom Elfmeterpunkt, Verbic (82.) und Birsa (90.) erhöhten (beide äußerst sehenswert) auf 4:0. Die Slowenen müssen bei der nächsten Partie Anfang Oktober in England antreten, die Three Lions können die Qualifikation dann perfekt machen.

Gruppe C: Nordirland sichert sich Rang zwei hinter Deutschland

Während die DFB-Elf in der Gruppe C mit Norwegen leichtes Spiel hatte und schon zur Pause klar führte, stritt sich die Konkurrenz um Platz zwei. Tschechien stand in Nordirland bereits unter enormem Druck - und der war Gebre Selassie, Darida & Co. letztlich anzumerken. Eine geklärte Ecke wurde in der 28. Minute postwendend zurück in den Strafraum geköpft. Evans war vor Keeper Vaclik am Ball und köpfte ein. Werders Gebre Selassie hatte das Abseits aufgehoben. Als Brunt in der 41. Minute per 25-Meter-Freistoß traf, bogen die Nordiren endgültig auf die Siegerstraße ein. Die Tschechen hatten auch nach der Pause wenig entgegenzusetzen und mussten vom WM-Traum Abschied nehmen. Den Nordiren ist der zweite Platz damit sicher. Ebenso chancenlos wie Tschechien ist Aserbaidschan trotz eines 5:1-Erfolgs gegen San Marino (Ismaylov traf doppelt).

Gruppe E: Delaney-Show in Erewan - Lewandowski trifft vom Punkt

Dänemark hat am frühen Montagabend im Kampf um die direkte WM-Qualifikation in der Gruppe E vorgelegt und dank des Bremers Delaney in Erewan Armenien mit 4:1 besiegt. Die Armenen schockten die Dänen zwar früh und gingen gegen den Favoriten bereits in der 6. Minute durch Korian in Front. Der Europameister von 1992 arbeitete sich allerdings in die Partie hinein und drehte diese vor der Halbzeit durch Treffer von Delaney (16.) und Eriksen (29.). Kurz vor Spielende schlug Dänemark in Person von Delaney noch einmal doppelt zu (81./90.+3), stellte auf 4:1 und hat nunmehr 16 Zähler auf dem Konto.

Polen legte am späten Abend nach, gewann in Warschau gegen Kasachstan am Ende deutlich mit 3:0. Das Team von Adam Nawalka ging frühzeitig verdient in Führung – Napoli-Angreifer Milik traf nach schöner Vorarbeit von Rybus und Makuszewski per Kopf (11.). Erst in der Schlussphase schraubten Glik (74.) und Bayerns Lewandowski (86./Foulelfmeter) das Ergebnis in die Höhe. Im Parallelspiel gelang Montenegro gegen Rumänien ein knapper 1:0-Sieg. Neu-Monegasse Jovetic erzielte in der 75. Minute den entscheidenden Treffer.

In der Tabelle der Gruppe E bleibt Polen mit nun 19 Punkten auf Platz eins, Dänemark (16) zog mit Montenegro gleich. Christoph Daums Rumänen (9) sowie Armenien (6) und Kasachstan (2) haben somit keine WM-Chancen mehr.

las/kög/cfl