Regionalliga

Bayreuther Höhenflug: SpVgg jagt die Löwen

Neuzugänge schlagen voll ein - Reinhardts Taktik geht auf

Bayreuther Höhenflug: SpVgg jagt die Löwen

Es läuft: Die SpVgg Bayreuth hat aktuell einen starken Lauf.

Es läuft: Die SpVgg Bayreuth hat aktuell einen starken Lauf. imago

Blickt man aktuell auf die Tabelle der Regionalliga Bayern, dann steht ein Team etwas überraschend weit oben: die SpVgg Bayreuth. Die Oberfranken befinden sich mit 19 Zählern nur einen Punkt hinter den Münchner Löwen und drei Punkte vor Schweinfurt (die Schnüdel haben aber ein Spiel weniger auf dem Konto). Die Altstadt landete in der vergangenen Spielzeit auf dem 13. Tabellenplatz, speziell die Leistungen zum Saisonende waren ernüchternd.

Allerdings sieht das zu Beginn der aktuellen Spielzeit ganz anders aus: Die Neuzugänge haben voll eingeschlagen, die Taktik von Coach Reinhardt mit einer flexiblen Dreierkette und schnellem Umschaltspiel geht auf. Zu Saisonbeginn gewann Bayreuth dreimal in Folge, um sich dann eine kleine Schwächephase mit nur einem Punkt aus drei Begegnungen zu leisten. Die ersten Kritiker waren zu hören, aber die Reinhardt-Schützlinge belehrten diese eines besseren. 3:1 gegen Schweinfurt, 3:2 in Eichstätt und 4:1 gegen Pipinsried lauten die jüngsten Ergebnisse des Tabellenzweiten.

Auch im vergangenen Heimspiel gegen Pipinsried zeigten die Bayreuther wieder ihre Klasse. "Bei den Standardsituationen haben wir den absoluten Willen gezeigt. Das 3:0 nach der Pause hat uns natürlich auch in die Karten gespielt", wird Reinhardt auf der vereinseigenen Website zitiert. "Pipinsried hat danach aber nicht aufgegeben und weiter nach vorne gespielt, wir haben aber nicht mehr viel zugelassen. Mit der Leistung bin ich sehr zufrieden."

Knezevic erklärt den Bayreuther Erfolg

Kann der Coach auch sein. Dass es am Ende zum bereits vierten Heimsieg reichte, lag einmal mehr an Neuzugang Knezevic. Der Mann, der vom 1. FC Nürnberg kam, staubte zum 1:0 ab und vollendete zum 2:0 überlegt aus etwa 25 Metern ins leere Tor. Der 24-Jährige harmoniert im Sturm perfekt mit dem anderen Neuzugang Patrick Hobsch (fünf Tore) und führt die Torschützenliste der Regionalliga Bayern derzeit mit sieben Treffern an. "Die Teamchemie stimmt einfach, jeder kämpft für jeden und wenn es mal nicht läuft, halten wir zusammen", erklärt Knezevic den Erfolg der Bayreuther.

Beachtlich ist auch: Die SpVgg sorgt auch ohne den zuletzt verletzten Spielmacher Anton Makarenko für Furore. Das soll am besten so weitergehen, viel Zeit zum Verschnaufen hat die junge Truppe nicht. Am Montag spielen die Bayreuther gegen den VfB Eichstätt um den Einzug ins Pokal-Viertelfinale. "Wir wollen auf jeden Fall eine Runde weiterkommen, dann denken wir an Augsburg. Dort müssen wir uns auch wieder an unseren Matchplan halten, dann können wir dort auch wieder punkten. Und das ist unser Ziel", gibt Knezevic vor.

Highlight-Spiel gegen die Bayern

In Augsburg steht nämlich am Freitag (19.30 Uhr) das nächste Spiel in der Regionalliga Bayern an. Anschließend haben die Reinhardt-Schützlinge eine Woche Pause - dann kommt ein großes Highlight der Saison: Die zweite Mannschaft des FC Bayern gastiert im Hans-Walter-Wild-Stadion. Im Vorjahr, als Bayreuth mit 1:3 verlor, sahen 4.128 Zuschauer die Partie. Eine Riesenkulisse für die Altstadt, die in dieser Saison bisher bei jedem Heimspiel eine vierstellige Zuschaueranzahl begrüßen durfte. "Damit beschäftigen wir uns nach dem Spiel in Augsburg. Wir denken jetzt von Spiel zu Spiel", gibt Trainer Reinhardt vor.

mst