Wütender Bundestrainer Löw auf der Pressekonferenz

"Wir sind nicht deren Nationalmannschaft"

Joachim Löw

Klare Ansage: Bundestrainer Joachim Löw distanzierte sich von den "sogenannten Fans". picture alliance

Weder dürfe man zur Tagesordnung übergehen noch wolle er die Ereignisse rund um das WM-Qualifikationsspiel in Tschechien (2:1) unkommentiert lassen. "Ich bin jetzt weder bestürzt noch traurig", sagte Löw. "Ich bin voller Wut und angefressen. Wenn wir ins Ausland gehen, ist es eine wichtige Sache für uns, unser Land würdig zu vertreten." Die Nationalelf stehe für ein respektvolles und tolerantes Deutschland. "Diese Chaoten beschädigen dieses Bild."

Diese "sogenannten Fans" würden die Bühne des Fußballs "mit ihrem oberpeinlichen Auftreten" missbrauchen und hätten "viel Schande über unser Land" gebracht. Löw sprach sich für harte Sanktionen aus. Von Seiten des DFB hieß es, dass man alle Möglichkeiten ausschöpfen werde. "Jeder, der nicht ins Stadion darf, ist ein absoluter Gewinn", unterstrich auch Löw. Denn "ein Stadion sollte ein Ort sein, wo man gerne hingeht, wo alle hingehen können – trotz aller Rivalität".

Auch die Reaktion der Mannschaft, die auf den Gang in die Kurve verzichtete , fand Löw vollkommen richtig. "Das war das absolut richtige Zeichen", sagte ein sichtlich wütender Löw. "Diese Chaoten wollen wir nicht. Wir sind nicht deren Nationalmannschaft. Das sind nicht unsere Fans", setzte der Coach ein klares Zeichen und sprach nochmals von einem "zutiefst verachtenswerten" Auftreten, der von DFB-Präsident Reinhard Grindel titulierten "Krawallmacher".

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Löw wütend: "Das ist zutiefst verachtenswert"

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