Nach geplatztem Stafylidis-Transfer

Reuter kritisiert den HSV: "Ein ganz komischer Verein"

Augsburgs Manager Stefan Reuter

Verwundert über das Vorgehen des HSV: Augsburgs Manager Stefan Reuter. picture alliance

"Wirtschaftlich nicht darstellbar": Mit diesen Worten hatte Jens Todt der erhofften Verpflichtung von Konstantinos Stafylidis (23) eine Absage erteilt. Der Linksverteidiger bleibt beim FC Augsburg, doch beendet ist das Thema noch nicht - zumindest verbal.

Beim FCA, der eine satte Millionensumme für Stafylidis gefordert hatte, ist man jedenfalls verwundert. "Für mich ist der HSV in dieser Situation ein ganz komischer Verein", sagte Manager Stefan Reuter mehreren Medien. "Ich habe manchmal den Eindruck, dass die eine Hand nicht weiß, was die andere tut." Und seine Kritik geht noch weiter: "Wenn ich wirklich Interesse an einem Spieler habe, dann gehe ich da gezielter vor. Das hat mir alles einen unstrukturierten Eindruck gemacht."

Spielersteckbrief Stafylidis

Stafylidis Konstantinos

Während Reuter trotzdem "heilfroh" ist, dass Stafylidis weiterhin das Augsburger Trikot trägt, sieht sich der HSV dem Vorwurf ausgesetzt, sich auf dem Transfermarkt verzockt zu haben: Weil auch der Wechsel von Alternativkandidat Jerome Roussillon (HSC Montpellier), wie vom kicker am Donnerstag berichtet, nicht zustande kam, musste Douglas Santos bleiben - dabei wäre der Brasilianer doch so gerne zur PSV Eindhoven gewechselt.

"Verzockt? Nein, das haben wir nicht", betont Sportchef Jens Todt gegenüber dem "Hamburger Abendblatt". "Wir haben uns auf zwei Kandidaten festgelegt. Das hat nicht geklappt. Aber wir müssen auch wirtschaftlich vernünftig handeln." Er findet nach dem Ende der Transferperiode: "Wir haben ausgewogene Transfers getätigt."

jpe/dpa

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