Gespräch mit Draxler - Vertrauen in Müller

Löw ruft "härtesten Konkurrenzkampf" aus

Joachim Löw und Julian Draxler

Im Team von Bundestrainer Joachim Löw spielt er mittlerweile eine große Rolle: Julian Draxler (r.). imago

Löw hat offensichtlich ein Luxusproblem, wobei er selbst es lieber als ein "großes Geschenk" bezeichnet: Sein Kandidatenkreis für die WM 2018 besteht aus 17 Confed-Cup-Gewinnern, mit Serge Gnabry einem U-21-Europameister sowie zahlreichen Weltmeistern. Sie alle bereiten sich aktuell auf dem VfB-Gelände auf die WM-Qualifikationsspiele am Freitag in Prag gegen Tschechien sowie drei Tage später in Stuttgart gegen Norwegen vor - und wollen sich in Position bringen.

"Das bedeutet natürlich auch, dass Potenzial, Talent und bislang gezeigte Leistungen kein Freifahrtschein sind. Die Saison ist für alle wichtig", sagte Löw und rief zum Start in die WM-Saison den "härtesten Konkurrenzkampf" in seiner 2006 begonnenen Amtszeit aus. Am Ende gibt es 23 Plätze im WM-Kader.

Spielersteckbrief Neuer

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Draxler Julian

Trainersteckbrief Löw

Löw Joachim

Löw über Neuer, Müller und Draxler

Für die bevorstehenden Aufgaben verzichtete der Bundestrainer noch einmal auf Kapitän Manuel Neuer. Ein Einsatz nach dessen Fußverletzung sei "ein bisschen unvernünftig". Seinem Top-Stürmer Thomas Müller stärkte Löw unterdessen den Rücken: "Er ist ein unheimlich positiver Faktor in unserem Team, ein Führungsspieler. Ich weiß, was Thomas Müller bei uns immer leistet." Beim FC Bayern steckt Müller aktuell in der Reservistenrolle - seine Unzufriedenheit darüber brachte er jüngst zur Sprache.

In seinem Klub ebenfalls nur Reservist ist derzeit Julian Draxler. Löw kündigte ein "ausgiebiges Gespräch" mit dem Stürmer von Paris St. Germain an. "Aber ich weiß, dass Paris ihn auf keinen Fall abgeben wird, die sind schon auch überzeugt von seinen großartigen Qualitäten", meinte der Bundestrainer. Draxler habe beim Confed Cup "einen so großen Schritt nach vorne gemacht, dass er sich in Paris, da bin ich überzeugt, auch durchsetzen wird. Bei uns spielt er mittlerweile auch eine große Rolle."

"Möglichst früh qualifizieren"

Alle Kandidaten brennen natürlich auf einen Einsatz in den Quali-Spielen, um sich zu beweisen. Davon kann Löw nur profitieren. Er strebt ganz klar zwei Siege an: "Wir wollen uns möglichst früh qualifizieren, uns richtig vorbereiten, das Jahr konsequent durchziehen, damit wir im nächsten Jahr erfolgreich sein können", so Löw. Im Idealfall könnte der Weltmeister schon beim anstehenden Quali-Doppelpack das WM-Ticket für Russland fix buchen.

cfl/dpa

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