Bundesliga

Wende: Lauterns Koch doch nach Freiburg

Sportclub bessert wegen Guldes Verletzung nach

Wende: Lauterns Koch doch nach Freiburg

Absolvierte 27 Ligaspiele im FCK-Trikot: Robin Koch.

Absolvierte 27 Ligaspiele im FCK-Trikot: Robin Koch. imago

Freiburgs Manuel Gulde verpasste bisher fast die komplette Vorbereitung und auch den Saisonstart wegen hartnäckiger Rückenprobleme - Rückkehrzeitpunkt: weiterhin nicht absehbar. Da auch Back-Up Georg Niedermeier nach wie vor an Rückenbeschwerden leidet, stehen SC-Trainer Christian Streich mit Marc-Oliver Kempf, Philipp Lienhart und Caglar Söyüncü aktuell nur drei gesunde Innenverteidiger zur Verfügung.

Talent Koch soll den Engpass beheben, zwar generell perspektivisch an das Erstliganiveau herangeführt werden, aber auch direkt für den Ernstfall parat stehen. Fit ist er, absolvierte für Lautern bisher alle drei Zweitligaspiele und die DFB-Pokalpartie beim SV Eichede über die komplette Distanz.

Spielersteckbrief R. Koch

Koch Robin

Freiburg muss nun tiefer in die Tasche greifen

Aber wie ist die Abkehr der Lauterer Verantwortlichen von ihrer Haltung, Koch diesen Sommer nicht abgeben zu wollen, zu erklären? Sicher nicht nur durch gutes Zureden der Freiburger Entscheider und wechselwilligen Partei Koch. Und auch eine zusätzliche Weinsendung des SC-Präsidenten Fritz Keller in Richtung Pfalz wird nicht ausgereicht haben, um die FCK-Bosse umzustimmen. Durch die Ungewissheit bei Gulde muss Freiburg nun tiefer in die Tasche greifen als gewollt, hat sein ursprüngliches Ablöseangebot, das unter drei Millionen Euro lag, nochmal deutlich aufgebessert. Nach kicker-Informationen liegt der bevorstehende Koch-Transfer in einer Größenordnung des Wechsels von Julian Pollersbeck zum Hamburger SV. Der U-21-Europameister war im Juni diesen Jahres für einen Sockelbetrag von etwa 3,5 Millionen Euro plus erfolgsabhängige Nachzahlungen an die Elbe gewechselt.

Abgang soll intern aufgefangen werden

Zum zweiten Mal also ein stolzer Transfererlös der Lauterer für einen Spieler Anfang der Zwanziger, der erst eine Saison Erfahrung in der 2. Liga sammelte. Auch wenn Lauterns frisch gebackener Sportdirektor Boris Notzon Koch Ende Juli als sportlich wichtige Säule bezeichnete, soll sein bevorstehender Abgang intern aufgefangen werden. Hoffnungsträger Marcel Correia (nach Innenbandzerrung) steht schon seit einer Weile wieder im Mannschaftstraining, auch Giualiano Modica macht nach seiner Muskelverletzung Fortschritte. Hinzu kommen Stipe Vucur und Benjamin Kessel, die bisher mit Koch hinten die Dreierkette bildeten, sowie Sechser Patrick Ziegler, der im Abwehrzentrum aushelfen kann.

Carsten Schröter

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