3. Liga

FC Würzburger Kickers: Sebastian Neumann und die Suche nach Konsequenz

Würzburg wartet weiterhin auf einen Sieg

FWK: Neumann und die Suche nach Konsequenz

Sebastian Neumann

Kapitän am Boden: Sebastian Neumann kann die Niederlage gegen Rostock nicht fassen. imago

"Wir haben in den ersten beiden Heimspielen gezeigt, zu was wir in der Lage sind. An der Chancenverwertung haben wir gearbeitet - hoffentlich machen wir es besser", gab sich FWK-Coach Stephan Schmidt vor Anpfiff am Mikrofon von "Telekom Sport" noch zuversichtlich, dass seine Mannen wieder Killerinstinkt vor dem gegnerischen Tor entwickeln würden. Doch einmal mehr war das Thema "Torabschlüsse" nach Abpfiff für die Unterfranken zum Haare-Raufen: Elf Abschlüsse, davon sechs hundertprozentige Chancen, standen nach Spielende zu Buche. Das Endergebnis: 0:3 aus Sicht der Würzburger.

Schmidt weiterhin sieglos

"Ich glaube nicht, dass es nur Glück oder Pech ist", äußerte sich der sichtlich angefressene Trainer nach Abpfiff. "Wir müssen einfach in Führung gehen. Und das ist nicht das erste Mal in dieser Saison", so Schmidt, der auch einen Tag nach seinem 41. Geburtstag weiterhin auf den ersten Dreier mit seinem Team wartet.

Wir hatten sehr, sehr viel hochprozentige Chancen und davon müssen wir mindestens eine machen.

FWK-Coach Stephan Schmidt über die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor

"Wir hatten sehr, sehr viel hochprozentige Chancen und davon müssen wir mindestens eine machen", haderte Schmidt. In die selbe Kerbe schlug Kapitän Sebastian Neumann, der gar nicht mehr wusste, "wie viele Chancen wir hatten, in denen wir alleine auf das Tor zugelaufen sind oder den Pfosten getroffen haben. Da fehlt uns einfach die letzte Konsequenz."

Fehlende Effizienz in Defensive und Offensive

Der 26-Jährige bemängelte fehlende Effizienz sowohl in der Defensive als auch in der Offensive: "Wir lassen zu viel zu. Wenn wir Chancen zulassen, werden diese knallhart bestraft. Und das fehlt bei uns", so der ehemalige Aalener. Wenn die Rostocker "in der ersten Halbzeit vier Dinger kassieren, dann dürfen sie sich auch nicht beschweren."

Björn Jopek

Knackpunkt: Björn Jopek wird von Schiedrichter Justus Zorn des Feldes verwiesen. imago

Einen Knackpunkt in der Partie stellte eine Szene in der 27. Minute dar, als Björn Jopek von Referee Justus Zorn wegen groben Foulspiels am späteren Doppeltorschützen Soufian Benyamina des Feldes verwiesen wurde. "Er kommt einen Schritt zu spät, aber er trifft ihn von der Seite", analysierte Schmidt die Szene und kam folglich zu dem Entschluss, "dass es keine Rote Karte gewesen" sei. Fragwürdig war für den Coach zudem die Tatsache, dass Zorn zunächst "erst Gelb ziehen wollte und sich dann auf einmal umentschieden hatte".

Klappt es in Zwickau?

Am nächsten Sonntag (14 Uhr, LIVE! bei kicker.de) setzt sich für die Franken die Jagd nach dem ersten Sieg im Kalenderjahr fort - es geht nach Zwickau gegen den ebenfalls noch sieglosen FSV. Dort soll für die Kickers um Kapitän Neumann das langersehnte Erfolgserlebnis her, denn: "So, wie die Mannschaft heute in Unterzahl aufgetreten ist, habe ich eine bessere Aussicht auf die Zukunft."

kög