Coach spricht von bisher bester Vorbereitung

Dardai lobt Esswein und will den Auftaktsieg

Pal Dardai

Zufrieden mit Vorbereitung und Pflichtspielauftakt: Herthas Coach Pal Dardai. imago

Für das erste Spiel der neuen Saison – am Samstag im Berliner Olympiastadion gegen den VfB Stuttgart (15.30 Uhr, Live! bei kicker.de) gibt es für das Team von Pal Dardai jedoch eine klare Vorgabe. "Wir wollen das erste Spiel unbedingt gewinnen", sagt der Hertha-Coach, "der erste Sieg ist immer etwas Besonderes". Neben einem "sehr ordentlichen" Eindruck, den Dardai von seiner Mannschaft im Training am Donnerstag gewann, hat dem Ungar auch die im Pokalspiel am Montag in Rostock gezeigte Vorstellung Zuversicht gegeben, dass der Ligaauftakt erfolgreich sein kann. "Ich bin sehr zufrieden gewesen mit dem Spiel", sagt Dardai. Zwar habe er in der ersten Halbzeit bei seinem Team das Spiel in die gefährliche Zone vor dem Hansa-Tor vermisst, aber spätestens im zweiten Durchgang habe Hertha auch zielstrebig agiert, so der Trainer. Deswegen gilt für den 41-Jährigen. "Wir wollen da weitermachen, wo wir in der zweiten Halbzeit gegen Rostock aufgehört haben."

Wir wollen da weitermachen, wo wir in der zweiten Halbzeit gegen Rostock aufgehört haben.

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Gleichwohl erwartet Dardai von Kapitän Vedad Ibisevic und Kollegen eine weitere Steigerung, denn: "Bundesliga wird anders." Den Gegner haben der Hertha-Trainer und sein Stab aufmerksam beobachtet. Der VfB komme "mit Euphorie", weil die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf in der vergangenen Saison sehr viele Spiele gewonnen habe. "Die darfst du nicht unterschätzen", sagt Dardai. Der VfB sei zudem kein gewöhnlicher Aufsteiger, sondern ein Verein "mit Riesenerfahrung, ein Topverein".

Neue Saison wird "riesige Belastung"

Mit der Vorbereitung seines Teams ist Dardai sehr zufrieden, wie er sagt, und bezeichnet sie vom Gefühl er als "die beste", seit er im Amt ist. Allerdings hält sie für den Hertha-Coach auch neue Herausforderungen bereit - etwa im Hinblick auf die Trainingssteuerung angesichts der durch die Europa-League-Teilnahme bedingte Mehrfachbelastung. "Ich unterhalte mich viel mehr mit den Sportwissenschaftlern", sagt Dardai. Gerade für die Stammspieler sei die neue Saison "eine riesige Belastung". Zumal auch noch zusätzlicher Reisestress hinzukomme.

Lob für Esswein

Ungeachtet der neuen Herausforderungen soll gegen Stuttgart der erste Heimsieg eingefahren werden. Das passiert allerdings nach wie vor ohne die Neuzugänge Davie Selke (Knochenmarködem), Valentino Lazaro (Außenbandverletzung) und Jonathan Klinsmann (Bänderverletzung), Rekonvaleszent Julian Schieber (Knorpelschaden) und Maximilian Mittelstädt (Fußverletzung). Mit seinem Kader ist Dardai an sich sehr zufrieden, "der Manager hat mir alle Wünsche erfüllt", sagt er. Schade sei lediglich, dass die neuen Spieler "für die Torgefahr" - Selke und Lazaro - die Vorbereitung nicht mitmachen konnten, so der Trainer. Dafür gibt es Lob für Alexander Esswein, den Dardai zuletzt als zweiten Angreifer neben Ibisevic auflaufen ließ. "Essi macht es sehr gut als hängende Spitze."

Andreas Hunzinger