Das Toptalent fehlt weiter - Slowene trainiert individuell

Havertz-Ersatz: Was für die Variante mit Kampl spricht

Kevin Kampl, Bayer 04 Leverkusen

Könnte bei den Bayern auf der Zehn spielen: Leverkusens Kevin Kampl. imago

"Bei Kai ist es sehr kritisch, da sieht es eher schlecht aus", erklärte Herrlich am Mittwoch. Der Offensivakteur hatte beim Pokalspiel in Karlsruhe einen Schlag auf den Oberschenkel knapp oberhalb des Knies erlitten, worauf das Knie später dick anschwoll. Also wird der Werkself-Trainer das 18-jährige Toptalent wohl ersetzen müssen. Wie? Das möchte Herrlich noch nicht verraten, der nur sagt: "Wir haben mehrere Möglichkeiten."

Variante 1: Für Havertz, der mit Kevin Volland in Karlsruhe die Doppelspitze bildete, rückt ein Angreifer von der Bank in die Startelf. Dann wäre Joel Pohjanpalo ein heißer Kandidat, der zuletzt wiederholt als Joker in der Generalprobe gegen Celta Vigo sowie in Karlsruhe traf.

Variante 2: Alternativ könnte Herrlich statt des finnischen Strafraumstürmers gegen die drückend erwarteten Bayern mit dem pfeilschnellen Leon Bailey auch einen Konterspezialisten nominieren, den er aber in erster Linie als Flügelstürmer sieht.

Variante 3: Herrlich baut das Zentrum und damit auch sein System etwas um. So könnte Kevin Kampl von der Doppelsechs nach vorne auf die Zehn in einem 4-2-3-1 vorgezogen werden. Kampls Position vor der Abwehr würde dann Charles Aranguiz einnehmen, der gegenüber dem freigeistigen Kampl als der positionstreuere Akteur für zusätzliche Stabilität im Defensivblock sorgen könnte. In München keine unwahrscheinliche Option.

Mit Kampls Einsatz rechnet Herrlich übrigens, obwohl der slowenische Nationalspieler wegen Oberschenkelproblemen am Mittwoch nur individuell trainierte. "Hinter ihm steht noch ein Fragezeichen, aber ich glaube, dass es reicht", so der Trainer, der sonst neben dem langzeitverletzten Tin Jedvaj und eben Havertz keine Ausfälle erwartet.

Stephan von Nocks

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