Modeste-Ersatz hat Kniebeschwerden

Köln: Reicht es noch für Cordoba?

Jhon Cordoba

Trainierte Montag und Dienstag nur individuell: Kölns neuer Stürmer Jhon Cordoba. imago

Hier gibt es naturgemäß eine Änderung. Weil Anthony Modeste fehlt. Normalerweise gilt Jhon Cordoba als gesetzt. Das hat weniger damit zu tun, dass der Ex-Mainzer mit knapp 17 Millionen Euro der teuerste Einkauf der Klubgeschichte ist. Vielmehr baut Peter Stöger auf den Kolumbianer als erste Defensivkraft. Die Kölner wurden auf ihn aufmerksam, weil er das ist, was man im Fußball "eine Kante" nennt. Mit ihm und dank seiner Laufbereitschaft und der Zweikampfhärte verspricht man sich, den Weg zum gegnerischen Tor zu verkürzen, weit weg vom eigenen Strafraum zu agieren, nach vorne zu verteidigen ohne nach hinten Räume zu öffnen.

Soweit die Theorie. In der Praxis fehlte Cordoba sowohl am Montag als auch am Dienstag bei den Einheiten. Wegen einer nicht näher definierten Knieblessur – zugezogen im Pokalspiel bei der Leher Turnerschaft – trainierte der Stürmer individuell. Dies muss für das Auftaktderby in Mönchengladbach nichts bedeuten, da bis zum Sonntag noch eine Menge Zeit ist. Doch wird es das Trainerteam beruhigen, dass man eine relativ breite Auswahl an Stürmern hat, trotz des sicheren Ausfalls von Yuya Osako (Knöchel). Immerhin stehen mit Sehrou Guirassy und Artjoms Rudnevs zwei Kandidaten zur Auswahl, denen man das Laufen und die Bereitschaft ebenfalls nicht antrainieren muss, die also gerade für ein Auswärtsspiel die richtigen Eigenschaften mitbringen. Ein Risiko muss man mit Cordoba also nicht eingehen.

Frank Lußem

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