Stuttgarts Neuzugänge auf dem Prüfstand

Transfercheck VfB: Akolo gesetzt, Zieler die Nummer 1

Chadrac Akolo und Ron-Robert Zieler (v.li.)

Können dem VfB gleich weiterhelfen: Chadrac Akolo und Ron-Robert Zieler (v.li.) imago

15,85 Millionen Euro hat der VfB Stuttgart bis dato in den Kader investiert, zudem mit Holger Badstuber und Dennis Aogo ablösefreie Erfahrung verpflichtet. Mit Ron-Robert Zieler steht zum Saisonstart in Berlin am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) ein Neuer ganz sicher in der Startelf.

Denn Trainer Hannes Wolf hat den Neuzugang aus Leicester (4 Mio. Euro Ablöse) im DFB-Pokal das Vertrauen als Nummer eins geschenkt. Das gilt auch für die Liga. Trotz des ein oder anderen Wacklers, der wohl auch auf mangelnde Praxis zurückzuführen sein dürfte, agiert der 28-Jährige vor allem als lautstarker Kommandogeber und mitspielender Torwart. Das sind die Vorteile gegenüber Aufstiegskeeper Mitch Langerak.

Spielersteckbrief Aogo

Aogo Dennis

Spielersteckbrief Zieler

Zieler Ron-Robert

Spielersteckbrief Badstuber

Badstuber Holger

Spielersteckbrief Burnic

Burnic Dzenis

Spielersteckbrief Donis

Donis Anastasios

Spielersteckbrief Akolo

Akolo Chadrac

Spielersteckbrief Mangala

Mangala Orel

Spielersteckbrief Ailton

Ferreira Silva Ailton

Trainersteckbrief Wolf

Wolf Hannes

Aogo oder Ailton (GD Estoril Praia, 1 Mio.) - beide könnten bei der Hertha hinten links starten. Letztgenannter zeigte in der Vorbereitung defensiv Härte und offensiv Potenzial, agiert aber taktisch noch unreif. Insofern hat Aogo trotz erst weniger Einheiten mit dem Team bessere Chancen.

Es sei denn, Wolf baut wie im Pokal auf Dzenis Burnic (Leihe vom BVB, 100.000 Euro). Allerdings tat sich der 19-Jährige dort schwer, auf der Sechs fühlt er sich deutlich wohler. Hier ist er ein Startelfkandidat.

Außenseiterchancen hat dort vorerst Orel Mangala (RSC Anderlecht, 1,75 Mio. Euro). In den 18er-Kader schaffen wird es der bullige Belgier aber definitiv.

Für Badstuber könnte der Liga-Auftakt zu früh kommen. Der Ex-Münchner war zwar über ein Jahr lang verletzungsfrei, allerdings soll er trotz der kurzen Vertragslaufzeit bis 2018 behutsam aufgebaut werden. Das spricht gegen einen Einsatz in der Hauptstadt.

Seine Chancen mit dem Auftritt in Cottbus verbessert hat dagegen Anasthasios Donis (Juventus Turin, 4 Mio. Euro). Der Grieche brachte nach seiner Einwechslung Schwung. Sein Trumpf im Ringen um einen Stammplatz mit Simon Terodde und Daniel Ginczek: Er bringt das meiste Tempo mit.

Trotz überschaubarer Leistung im Pokal gesetzt sein dürfte Chadrac Akolo (FC Sion, 5 Mio. Euro). Der Kongolese kann offensiv alle Positionen bekleiden und ist mit seiner individuellen Klasse immer in der Lage, eine entscheidende Aktion herbei- oder durchzuführen. Ob Wolf auf diese Qualität verzichten kann, ist zumindest fraglich.

Benni Hofmann

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