Köln: Schnellstes Außenverteidigerpaar der Liga?

Horn: "Genial, Wahnsinn, Super!"

Fühlt sich pudelwohl beim FC: Kölns Außenverteidiger Jannes Horn.

Fühlt sich pudelwohl beim FC: Kölns Außenverteidiger Jannes Horn. imago

Nur drei Attribute aus dem Mund des Linksverteidigers für seine neue Stadt und seinen neuen Klub. Unvergleichlich sei "die Teamchemie, die hier herrscht". Dementsprechend sei die Integration überhaupt kein Thema gewesen: "Mir wurde es hier von der Mannschaft sehr einfach gemacht." Von der Stadt auch, im Rekordtempo fand er eine Wohnung am Zollhafen, direkt am Rhein. Da, wo Köln am attraktivsten ist.

Dass mit Konstantin Rausch, Tim Handwerker und natürlich Jonas Hector - wenn der auch eher für das Zentrum vorgesehen ist - noch drei Linksverteidiger im Kader stehen, hat er registriert, heftet diese Tatsache aber positiv ab: "Das ist der Konkurrenzkampf, den ich will und gesucht habe. Ich will mich weiter entwickeln, lernen und möglichst viel spielen."

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Sprintduell zwischen Horn und Klünter

Geschäftsführer Jörg Schmadtke verwies nach der Verpflichtung des rund sieben Millionen Euro teuren U-20-Nationalspielers darauf, dass der FC nun das "wahrscheinlich schnellste Außenverteidigerpaar der Liga" habe mit Lukas Klünter rechts und Horn links. Für Klünter wurden unlängst handgestoppte 10,6 Sekunden auf 100 Meter gemessen. "Für mich gibt es keine gemessene Zeit", sagt Horn, "aber ich bin sicher, demnächst wird es das eine oder andere spannende Sprintduell im Training geben zwischen uns."

Am Sonntag blieb das noch aus. "Trockenübungen" waren angesagt, konzentriertes Feilen an Taktik und System. Das alles ohne Ball, gemeinhin Einheiten, die den Spielern nicht gefallen, sollte man meinen. Denkste! "Sie haben das eingefordert", berichtet Peter Stöger, "weil sie wissen, dass es wichtig ist für die Abläufe." Der Coach gesteht: "Es ist eher nicht mein Lieblingstraining." Wichtig ist, dass den Spielern, die länger da sind, die Arbeit schnell in Fleisch und Blut übergeht, "dann", so der Trainer, "können sie es vorleben und den Neuzugängen helfen". Die hätten naturgemäß bei ihren Klubs und ihren verschiedenen Trainern etwas anderes erarbeitet und müssten sich nun umstellen: "Das macht die Sache mitunter komplizierter. Aber das ist ja auch nichts Neues."

Frank Lußem