Hoffenheim: "Ich kann vorneweg gehen"

Grillitsch, der Anti-"Wadlbeißer"

Nicht der typische Sechser: Hoffenheims Neuzugang Florian Grillitsch.

Nicht der typische Sechser: Hoffenheims Neuzugang Florian Grillitsch. imago

Bitter aber ist für den kostenfreien Neuzugang von Werder Bremen, dass er wegen einer Reizung im Mittelfuß im Trainingslager in Windischgarsten einige Tage nur Lauftraining absolvieren konnte und auch den Test gegen Genua (2:3) verpasste. Nach zuletzt zwei freien Tagen für den Rest des Kaders pausierte Grillitsch auch am Mittwoch.

Um sich für die Sechserposition bei der TSG zu empfehlen, bleibt freilich noch Zeit. Die Worte von Trainer Julian Nagelsmann nach dem Telekom-Cup ("Er muss schon noch ein bisschen mehr Temperament auf den Acker kriegen") hat sich der 21-Jährige jedenfalls zu Herzen genommen: "Der Trainer hat schon recht, ich kann mehr Temperament auf den Platz bringen. Ich bin noch jung und noch nicht am Ende meiner Entwicklung."

Momentan ist Eugen Polanski der härteste Konkurrent um den Platz vor der Abwehr, wobei die TSG auch noch die Augen offen hat für diese Position. Grillitsch lässt sich davon nicht verunsichern: "Ich kann vorneweg gehen." Zumal der Österreicher auch für die Acht in Frage kommt. "Ich bin nicht der Wadlbeißer, ich spiele eher mit Köpfchen", sagt er über sich.

Er muss schon noch ein bisschen mehr Temperament auf den Acker kriegen.

Julian Nagelsmann über Florian Grillitsch

Auf der Acht kann er seine Übersicht ebenso gut ins Hoffenheimer Spiel einbringen, vielleicht sogar fruchtbarer, um die Offensivkollegen einzusetzen. Landsmann Robert Zulj jedenfalls, ebenfalls neu beim letztjährigen Bundesliga-Vierten, ist überzeugt von Grillitsch: "Für sein Alter hat er sehr viel Erfahrung, ist sehr ruhig am Ball und verliert nie den Überblick."

Nicht die schlechtesten Argumente, um mittelfristig zu einem Faktor in der Nagelsmann-Elf zu werden.

Benni Hofmann

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