DFB-Pokal

DFB bleibt hart: Würzburg muss umziehen

Pokal-Spiel findet nicht im heimischen Stadion statt

DFB bleibt hart: Würzburg muss umziehen

Stadion in Würzburg

Müssen für das Bremen-Spiel in ein anderes Stadion umziehen: Die Würzburger Kickers. picture alliance

"Wir danken Christian Schuchardt für seinen persönlichen Vorstoß bei DFB-Präsident Reinhard Grindel, sind aber ebenso wie der OB alles andere als glücklich mit dem jetzt zu bewerkstelligen Umzug, der uns als Verein vor erhebliche logistische und finanzielle Herausforderungen stellt. Vor allem für unsere Fans tut es uns sehr leid, dass sie nun ein Heimspiel in der Fremde mit all den Strapazen auf sich nehmen müssen", erklärte Daniel Sauer, der Vorstandsvorsitzende der Kickers, auf der Webseite des Klubs.

Eine Rechtsaufsichtsbeschwerde bei der Regierung des bayerischen Regierungsbezirks Unterfranken, die Anwohner des Stadions im Würzburger Süden angestrengt hatten, hatte nachbarschaftliche Belange in Sachen Lärmschutz noch einmal drastisch verschärft.

Werder Bremen - Vereinsdaten

Gründungsdatum

04.02.1899

Vereinsfarben

Grün-Weiß

Würzburger Kickers - Vereinsdaten

Gründungsdatum

17.11.1907

Vereinsfarben

Rot-Weiß

"Es gibt bei der Ansetzung eine Reihe von Aspekten wie beispielsweise die Gewährleistung der Sicherheit, die Berücksichtigung von Fan-Reisewegen mit Inbezugnahme anderer Partien an diesem Wochenende oder der TV-Übertragung, die der DFB jetzt nochmals in seine Entscheidung hat einfließen lassen. Für die jetzt neuerlich bestätigte Terminierung gibt es also triftige Gründe", sagte Sauer weiter.

Entscheidung über Umzugsort am Freitag

Noch ist nicht geklärt, wohin die Kickers ausweichen werden. Bereits vorsorglich hatte der Klubs im Umkreis von 100 Kilometern nach Alternativstandorten Ausschau gehalten . Erste Option war offenbar ein Umzug in das 50 Kilometer entfernte Schweinfurt. Laut Informationen von mainpost.de sagte die Stadt Schweinfurt jedoch am Mittwochabend ab, da der Regionalligist 1. FC Schweinfurt 05 bereits am Nachmittag des 13. August (15.30 Uhr) selbst ein Pokal-Spiel gegen den SV Sandhausen zu Hause austrägt.

Denkbar ist auch die Austragung der Partie im rund 100 Kilometer entfernten Nürnberg, Fürth oder auch im hessischen Offenbach. Eine Entscheidung über den neuen Spielort soll am Freitag fallen.

"Es ist absolut schade, dass ein paar wenige vielen tausend Menschen ein Fußballfest in der Heimat verwehren. Wir setzen alles daran, um die Anreise zu diesem Spiel so einfach wie möglich zu gestalten. Dazu gehört es auch, den Menschen, die sich bereits eine Eintrittskarte gesichert haben, ein Rückgaberecht einzuräumen. Schon jetzt können wir traurigerweise sicher sagen, dass der Imageschaden für Würzburg groß sein wird und die finanziellen Folgen des Umzugs zu Lasten der Kickers enorme Dimensionen annehmen dürfte", bedauerte Klub-Boss Sauer die Entwicklung.

jom