Streich freut sich auf Europa

Freiburg mit Verletzungssorgen vor Quali-Spiel

Christian Streich, Trainer SC Freiburg

Startelf-Kandidaten für das Euro-League-Hinspiel wollte er nicht verraten: SC-Trainer Christian Streich. imago

Es sind zwar mit Caglar Söyüncü und Lukas Kübler (beide Knieprellung) zwei Spieler auf den Trainingsplatz zurückgekehrt, die sich im Trainingslager in Schruns/Österreich verletzt hatten, andererseits ist ein längerfristiger Ausfall dazu gekommen. Nach Onur Bulut (Außenbandriss im Sprunggelenk) hat sich Karim Guedé im Training am Dienstag einen Außenbandriss im Sprunggelenk und einen Teilanriss des Syndesmosebandes zugezogen. Der Stürmer wird deshalb mindestens fünf bis sechs Wochen fehlen.

Deswegen könnte ein Offensivspieler schon früher wieder dabei sein als geplant. Die beiden U-21-Europameister Janik Haberer und Marc Oliver Kempf, die erst später ins Training eingestiegen sind, sollten zunächst noch geschont und erst langsam wieder an die Belastung herangeführt werden. "Eventuell nehme ich Janik aufgrund der personellen Situation in den Kader", kündigte Streich an. Bei Kempf, der in der kompletten Hinrunde der vergangenen Saison verletzt ausgefallen war, will er hingegen "sehr vorsichtig sein". Die Mannschaft für das Euro-League-Hinspiel gegen Domzale "steht eigentlich", sagte der SC-Coach, ohne jedoch Namen zu verraten.

Das Video hat mich nicht gelangweilt.

Christian Streich über die Analyse von NK Domzale

Die Slowenen hat er sich in den zwei Zweitrundenspielen gegen Valur Reykjavik (Island), die sie jeweils gewonnen haben, auf Video angesehen. "Sie können unterschiedliche Systeme spielen und wechseln diese auch mal im Spiel", berichtete Streich, meist von einem 4-4-2 in ein 4-1-4-1. "Sie spielen ansehnlichen Fußball, das Video hat mich nicht gelangweilt." Und Mittelstürmer Ivan Firer habe ihn ein bisschen an die Art erinnert, wie Julian Schieber (Hertha BSC) Fußball spielt. Insgesamt fällt es dem SC-Coach allerdings schwer, den Gegner einzuordnen: "Sie sind es gewohnt im Europapokal zu spielen, aber sie fühlen sich sicher als Außenseiter und haben damit eine Herausforderung, wie wir sie schon öfter hatten." Da sie neben den vier Euro-League-Quali-Spielen auch schon zwei Ligaspiele hatten, seien sie "einen Tick weiter, weil sie schon den Rhythmus haben".

Von seiner Mannschaft erhofft er sich, dass sie mehr Ballbesitz hat als der Gegner und auch Geduld. Schließlich gebe es am Donnerstag noch keine Entscheidung, sondern erst im Rückspiel eine Woche später. Trotzdem forderte er: "Wir müssen es von der ersten Minute an ernst nehmen und genauso fokussiert sein wie in einem Bundesligaspiel."

Daniela Frahm

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