Auftaktsieg bei der EM gegen Italien

Russland zittert sich zum Premierensieg

Elena Morozova

Jubel bei den Russinnen: Torschützin Elena Morozova. imago

Die Russinnen erwischten in Rotterdam einen glänzenden Start und gingen bereits nach neun Minuten durch Danilova in Führung, die aus der Distanz traf. Die Italienerinnen erholten sich nur schwer von dem Gegentor und kassierten in der 26. Minute das 0:2. Morozova war per Kopf nach einer Ecke zur Stelle. Italien hatte durch einen Carissimi-Schuss die beste Möglichkeit vor der Pause.

Im zweiten Durchgang erhöhte Italien den Druck, erarbeitete sich Chancen - der Anschlusstreffer wollte aber einfach nicht fallen. Auch, weil Scherbak im russischen Tor über sich hinauswuchs. So zeigte sie eine klasse Parade, nachdem Melanie Gabbiadini (Schwester von Southampton-Stürmer Manolo Gabbiadini) in der 56. Minute den Ball hoch Richtung Tor bugsierte. Erst in der 88. Minute belohnten sich die Italienerinnen durch Mauro, die den Ball nach einem Pass in die Tiefe an der herausstürmenden Scherbak vorbei ins rechte Eck spitzelte.

Der Auftakt für einen turbulenten Schlussakt. In der 89. zappelte der Ball erneut im russischen Netz, Bartoli stand aber wohl im Abseits. Freistöße flogen gefährlich in den Strafraum, bei einem köpfte Bartoli aus kurzer Distanz Richtung Tor. Scherbak lenkte den Ball mit einem klasse Reflex an die Unterkante der Latte (90.+2), Gabbiadini wurde dabei gestört, den Abpraller über die Linie zu drücken. Russland zitterte sich zum 2:1-Sieg und sorgte so für eine Überraschung.

nik