Bundesliga

Darum wechselte Nouri beim Telekom Cup nicht aus

Bremen-Coach tauscht trotz 14 Wechslern nicht durch

Darum wechselte Nouri beim Telekom Cup nicht aus

Auch für ihn hatte Alexander Nouri Lob übrig: Keeper Jiri Pavlenka.

Auch für ihn hatte Alexander Nouri Lob übrig: Keeper Jiri Pavlenka. imago

Bremen kam mit der vollen Kapelle direkt aus dem Trainingslager im Zillertal (Österreich) nach Mönchengladbach. Wirklich müde wirkte die Mannschaft beim Telekom Cup aber nicht, wohl vor allem weil Nouri das "schon so gesteuert" hatte. Was dann dennoch für Verwunderung sorgte: Während der beiden Spiele tauschte Bremens Trainer trotz 14 Wechslern überhaupt nicht aus. Einzig Keeper Michael Zetterer durfte im Finale gegen die Bayern (0:2) anstelle von Jiri Pavlenka ran, der im Halbfinale geglänzt hatte .

Nouris Ansatz: "Wir wollten die Grenzen im physischen Bereich noch einmal verschieben. Das ist uns heute gut gelungen." Vor allem gegen Gastgeber Gladbach habe seine Mannschaft "unglaublich wenig zugelassen". Und: "Die Abläufe haben wir schon sehr, sehr gut auf den Platz gebracht." Dass es nicht zum Turniersieg reichte, ist freilich kein Beinbruch. "Gegen die Bayern ist es schwer, alles verteidigen zu können", erklärte Nouri.

"Wir sind mit beiden Tests sehr zufrieden"

Dennoch positiv: "Auch da haben wir alles gegeben. Wir sind also mit beiden Tests sehr zufrieden." Das Finale habe man "gerne mitgenommen". Die übergeordnete Vorgabe von Nouri war aber eine andere: "Es war unser Ziel, vom Körperlichen komplett präsent zu sein." Am Samstag also sollte eine erste Elf 90 Minuten spielen, am Sonntag dürfen sich dann elf andere Spieler beim Testkick in Osnabrück (15 Uhr) verausgaben.

Ich fand, er hat ein paar richtig gute Paraden gemacht.

Alexander Nouri über Jiri Pavlenka

Im Detail kam Nouri dann vor allem auf zwei Akteure zu sprechen: Schlussmann Pavlenka (25) und Verteidiger-Talent Jesper Verlaat (21). Der tschechische Keeper hatte Werder ins Finale gehievt, auch während der 45 Minuten gegen Gladbach ein paar Mal geglänzt. "Ich fand, er hat ein paar richtig gute Paraden gemacht. Es war insgesamt ein guter Auftritt von ihm", lobte Nouri.

Dass das Torwart-Thema in Bremen weiter ein sensibles ist, weiß auch er. "Ich freue mich einfach für Jiri, dass er heute ein gutes Spiel gemacht hat. Dass wir Geduld mit ihm haben müssen , weil er gerade erst angekommen ist, ist auch klar." Ein Stück weiter vorne agierte Youngster Verlaat im Abwehrzentrum. Aus gutem Grund: "Jedes Training tut Jesper gut, er hat sich in den letzten Jahren extrem weiterentwickelt", begründete Nouri und fügte an: "Da ist unsere Fantasie auch einfach noch nicht am Ende, dass er durch das Training und jedes Vorbereitungsspiel noch Schritte macht. Da haben wir großes Vertrauen."

Nouris gute Erinnerungen an Osnabrück

Dass dennoch noch nach einem jüngeren Innenverteidiger gefahndet wird, wollte Nouri nicht verneinen. "Das eine schließt das andere nicht aus." Was sich am Sonntag allerdings erneut ausschließen wird, sind große Wechselspiele. "Die Spieler sollen morgen wieder 90 Minuten Vollgas geben", forderte Nouri, der im Tor Jaroslav Drobny und Luca Plogmann testen wird. Für den Werder-Coach ist es keine Reise wie jede andere. Zwischen 2004 und 2008 kickte der 37-Jährige selbst für den VfL: "Ich komme gerne zurück nach Osnabrück, ich habe da viel erlebt."

msc/obi/jan

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