Wolfsburg: Der Belgier über die neue Nummer, die neue Mannschaft und den Ex-Konkurrenten

Casteels: Sein Dank an Benaglio

Trägt jetzt die Nummer 1 beim VfL: Wolfsburgs Torhüter Koen Casteels.

Trägt jetzt die Nummer 1 beim VfL: Wolfsburgs Torhüter Koen Casteels. imago

Aus Wolfsburgs Trainingslager in Bad Ragaz berichtet Thomas Hiete

Für ihn ist es eine Premiere: Erstmals im Laufe seiner Profikarriere trägt Koen Casteels in dieser Saison die für Torhüter häufig so wichtige Rückennummer 1 auf dem Rücken, die 28 der Vorsaison hat ausgedient. "Das", sagt der 25-Jährige jedoch, "ist für mich nichts Besonderes. Ich muss das machen, was ich auch mit der anderen Nummer gemacht habe - einfach hart arbeiten."

Mit Diego Benaglio verließ eine Vereinsikone den VfL, trotz des ständigen Wechselspiels in der vergangenen Saison sind es große Fußstapfen, die der Ex-Kapitän hinterlässt. Aber womöglich auch eine Befreiung für Casteels, der mit dem Heldenstatus seines Kontrahenten leben musste. Casteels, der direkt im Anschluss an den Benaglio-Abschied seinen Vertrag bis 2021 ausgedehnt hat, sagt: "Ich bin froh, dass der Verein mir das Vertrauen ausgesprochen hat."

Casteels: "Jetzt fängt es erst richtig an"

Einen Freischein gibt es für den Keeper freilich nicht. Das betont Trainer Jonker, das weiß auch Casteels, wenngleich er gegenüber seiner Konkurrenz Max Grün und Phillip Menzel klar im Vorteil scheint. "Ich kann es jetzt nicht lockerer angehen lassen", betont Casteels, "jetzt fängt es erst richtig an."

Casteels über Benaglio: "Er war ein Vorbild für viele hier"

Zum Abschluss des zweijährigen Konkurrenzkampfes mit Benaglio, den er in der vergangenen Saison phasenweise für sich entschied, gab es freundschaftlichen Abschied: "Ich habe ihm geschrieben, wir hatten ein paar Mal Kontakt. Ich habe danke gesagt dafür, was ich von ihm mitgenommen habe. Auch für sein Verhalten, als er nicht gespielt hat. Er hat mich super unterstützt und immer gepusht. Er war ein Vorbild für viele hier. Wir haben uns immer gut verhalten, immer viel reden können."

Nun will Casteels endgültig durchstarten. Neue Mannschaft, neues Glück? "Es ist vielleicht nicht schlecht, wenn ein paar neue Leute in den Stab und die Mannschaft reinkommen. Wenn wir das gut zusammenbringen, dann haben wir, glaube ich, eine sehr gute Truppe." Die eigentlich nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben sollte. Was ist drin? "Keiner wäre hier zufrieden, wenn wir nur die Klasse halten würden. Man will immer mehr, auch wenn es in dieser Saison vielleicht erst mal nur um die Stabilisierung geht", sagt Casteels, der sich nicht festlegen will, wie viele Gegentore er maximal zulassen möchte. "Wenn es 60 Gegentore sind und 200 Tore für uns, dann bin ich auch einverstanden."

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