Polnisches Talent unterschreibt im Breisgau

Kapustka kommt: Freiburg findet Grifo-Ersatz

Bartosz Kapustka

In Freiburg angekommen: Bartosz Kapustka. SCF

Kapustka passt perfekt ins Freiburger Profil: Der 20-jährige Pole (14 A-Länderspiele, drei Tore) ist Hoffnungsträger in der Heimat und rückte 2016 erstmals mit einem starken Auftritt im EM-Gruppenspiel gegen Nordirland ins internationale Scheinwerferlicht (kicker-Note 2). Die Leistungen in Frankreich zeigten Wirkung, Kapustka wechselte nach dem Turnier für rund sechs Millionen Euro auf die Insel zu Leicester City. Haken: Durchsetzen konnte er sich bei den Foxes allerdings nicht und kam lediglich im Pokal und bei der U 21 zum Einsatz.

Freiburg ist nun ein neuer Anlauf, was auch ein Bild seiner Agentur "BMG-Sport" auf Twitter am Mittwoch unterstrich: Kapustka posierte vor einem Jet, darunter stand "Back to the future". Bereits in seiner Montagsausgabe hatte der kicker von ersten Gesprächen zwischen beiden Parteien berichtet, am Freitagabend meldete der SCF dann Vollzug. Nach kicker-Informationen beträgt die Kaufoption nach Ablauf der Leihe rund fünf Millionen Euro. Kapustka erhält die Trikotnummer 32.

Spielt auch regelmäßig für Polen an der Seite von Robert Lewandowski: Freiburgs Bartosz Kapustka.

Spielt auch regelmäßig für Polen an der Seite von Robert Lewandowski: Freiburgs Bartosz Kapustka. imago

Vorteil Vielseitigkeit

Den potenziellen Grifo-Ersatz zeichnen technische Finesse, Dribblings und spielerische Leichtigkeit aus. "Bartosz ist technisch sehr versiert und hat ein für sein Alter sehr ausgeprägtes Gefühl für das Spiel", meinte Sportvorstand Jochen Saier. Dazu gilt Kapustka als vielseitig, kann offensiv in der Zentrale und auch auf den Außen agieren. "Jetzt geht es für ihn vor allem darum, diese Talente wieder auf den Platz zu bekommen, daran wollen wir gemeinsam arbeiten", so Saier: "Auch bei diesem Transfer war es uns wichtig, nach Ablauf der Leihe die Option auf eine längerfristige Zusammenarbeit zu haben."

Wie schon beim ersten externen Neuzugang Philipp Lienhart (von Real Madrid B) wird Kapustka zunächst für ein Jahr ausgeliehen. Das dürfte auch Havard Nielsen (23) freuen: Der Stürmer musste warten, ehe ein neuer Offensivspieler vorgestellt wurde, um wechseln zu dürfen. Heißester Kandidat ist Fortuna Düsseldorf, der Zweitligist dürfte rund 500.000 Euro für den Norweger überweisen .

Ünder landet in der italienischen Hauptstadt

Derweil vergeblich hat der SC Freiburg um Cengiz Ünder (20) geworben: Der türkische Mittelfeldspieler von Istanbul Basaksehir FK, für den der Bundesligist eine hohe einstellige Millionensumme investiert hätte, wechselt nun stattdessen zum AS Rom - für satte 15 Millionen Euro. Den Wechsel und die Ablösesumme bestätigte der türkische Vizemeister am Freitag auf seiner Website. Vom nächsten Wechsel Ünders würde Basaksehir mit insgesamt 20 Prozent partizipieren.

msc/pak

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