Bundesliga

Zieler unterschreibt beim VfB

VfB holt starken Konkurrenten für Mitchell Langerak

Zieler unterschreibt beim VfB

Ron-Robert Zieler

Ron-Robert Zieler hat sich dem VfB Stuttgart angeschlossen. picture alliance

Bereits Ende Mai hatte der kicker über ein Interesse des VfB Stuttgart an Zieler berichtet, nun ist der Wechsel perfekt und der 28-Jährige unterschrieb nach dem obligatorischen Medizincheck einen vertrag bis 2020. Für Zieler muss der VfB rund vier Millionen Euro an Leicester überweisen.

"Uns ist bewusst, wie wichtig eine stabile Defensive in der kommenden Saison sein wird. Wir haben mit Mitchell Langerak, Jens Grahl und hier im Trainingslager zusätzlich mit Florian Kastenmeier schon viel Qualität auf der Torwartposition. Und Ron-Robert Zieler wird unsere Torhütergruppe noch deutlich verstärken", sagte Sportvorstand Jan Schindelmeiser am Abend. "Wir haben bereits vor Wochen einen gemeinsamen Weg mit Ron-Robert definiert. Die Gespräche mit Leicester City waren schwierig und ohne das außergewöhnliche Engagement von Ron-Robert nicht erfolgreich abzuschließen gewesen."

"Die Gespräche mit dem VfB waren sehr überzeugend"

Für seine Rückkehr in die Bundesliga verzichtet Zieler sogar auf einen Teil seines Gehalts, das er bei Leicester City bezogen hatte. Damit kam Zieler dem VfB entgegen. "Ich freue mich, dass der Wechsel zum VfB Stuttgart geklappt hat. Die Gespräche mit den Verantwortlichen des VfB waren sehr überzeugend, sie haben sich in diesen Gesprächen sehr um mich bemüht. Daraus ist das Gefühl entstanden, dass sich beim VfB etwas entwickeln kann und dabei möchte ich mithelfen", begründet er seinen Wechsel zu den Schwaben. "Jetzt wird es darum gehen, die Mannschaft so schnell als möglich kennenzulernen und mich maximal einzubringen."

Mit der Verpflichtung von Zieler sorgen die VfB-Verantwortlichen für eine verschärfte Konkurrenzsituation auf der Position zwischen den Pfosten. In der Aufstiegssaison war Langerak die unumstrittene Nummer eins, der Australier stand in allen 34 Ligaspielen von der ersten bis zur letzten Minute im Tor und kam auf einen kicker-Notenschnitt von 2,91.

Langerak muss bereits geahnt haben, dass er in den nächsten Monaten um seinen Status als Nummer eins kämpfen muss. Wegen seiner Teilnahme mit der australischen Nationalelf am Confed Cup hatte er vom VfB ursprünglich einen verlängerten Urlaub bis zum 18. Juli genehmigt bekommen. Allerdings kehrte er auf eigenen Wunsch frühzeitig zurück, um gegenüber seinem Herausforderer in der Pole Position zu sein.

Kampf gegen Schmeichel verloren - und nun?

Zieler stieg in Hannover zum Profi auf, kam in der Spielzeit 2010/11 auf 15 Rückrunden-Einsätze (kicker-Notenschnitt 2,90). Anschließend führte zwischen den Pfosten kein Weg mehr an Zieler vorbei: In den folgenden fünf Saisons verpasste der sechsmalige deutsche Nationalkeeper keine einzige Ligaminute mehr. Nach dem Abstieg von 96 entschied sich Zieler, erstklassig zu bleiben. Dafür wechselte der 28-Jährige zum englischen Meister Leicester City. Dort allerdings verlor er früh den Konkurrenzkampf mit Stammkeeper Kasper Schmeichel, in der abgelaufenen Premier-League-Saison kam Zieler nur zu neun Einsätzen (16 Gegentore, einmal zu null). Nun also zieht es ihn zurück in die Bundesliga, wo Zieler in Stuttgart wieder die Nummer eins werden will, allerdings vorerst die Rückennummer 16 tragen wird.

jer/gem/tru

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