Hoffenheim-Coach lobt Verfassung seiner Profis

Nagelsmann: Ginter? "Unmöglich, da mitzuhalten"

TSG-Trainer Julian Nagelsmann

Hatte Matthias Ginter nicht auf dem Zettel: TSG-Trainer Julian Nagelsmann. picture alliance

"Die Jungs sind topfit, haben die seit Jahren besten Werte von der Diagnostik her. Sie haben keine Minute gebraucht, um reinzukommen - das war außergewöhnlich", findet der 29-Jährige, der das Gros seines Kaders seit Montag beisammenhat. Neuzugang Havard Nordtveit steigt erst am Donnerstag ein, Andrej Kramaric (Fußreizung) und Oliver Baumann (Schulterreizung) trainierten reduziert, Leih-Rückkehrer Kevin Akpoguma absolviert nach seinem Halswirbelbruch noch ein individuelles Reha-Programm. Zudem fehlen die U-21-Europameister, die Confed-Cup- und die U-19-EM-Fahrer.

Dass sich noch etwas tun soll auf dem Transfermarkt, daraus macht Nagelsmann keinen Hehl: "Natürlich müssen wir den Kader etwas breiter aufstellen. Aber wir hatten letztes Jahr grundsätzlich auch genug Spieler, um das aufzufangen." Allerdings sei der Transfermarkt aktuell ein schwieriges Pflaster. "Wenn ich an (Matthias, d. A.) Ginter denke: Da haben wir einfach wenig Chancen, wenn der für 17 Millionen nach Gladbach geht. Es ist unmöglich für uns, da mitzuhalten", erklärt Nagelsmann.

Serge Gnabry ist Spieler von Bayern München, soweit ich weiß.

Julian Nagelsmann

Konkret auf der Suche ist die TSG noch nach einem Sechser, da Nordtveit laut Alexander Rosen vornehmlich für die rechte Position der Dreierkette eingeplant ist, und einer Ergänzung für die linke, defensive Außenbahn. Wichtig dabei ist, so betont der Direktor Profifußball, "kostendeckend zu agieren. Das ist das Geschäft der TSG Hoffenheim, das ist die Vorgabe, die ich auch mittrage". Das heißt übersetzt: Wenn deutsche A-Nationalspieler wie Niklas Süle oder Sebastian Rudy den Klub verlassen, ist der Mechanismus eben nicht der, dass auch deutsche A-Nationalspieler kommen. Und was ist mit Serge Gnabry? "Serge Gnabry ist Spieler von Bayern München, soweit ich weiß", sagt Nagelsmann und grinst. Die Stimmung im Trainingszentrum in Zuzenhausen könnte wahrlich schlechter sein.

Benni Hofmann

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