Liga für Ausweitung des DFB-Pokals

DFL vervierfacht die Ausbildungsentschädigung

Ansgar Schwenken

Kündigt eine Erhöhung der Ausbildungsentschädigung an: DFL-Direktor Ansgar Schwenken. imago

Die Liga verspricht sich von der Ausweitung des DFB-Pokals eine Win-win-Situation. Durch die Einführung weiterer Runden würde der bisherige erste Durchgang im Kalender weiter nach hinten rücken, wahrscheinlich auf einen Wochenspieltag. Erst dann sollen die international tätigen Bundesligavereine eingreifen. Alle anderen Klubs der 1. und 2. Liga wären bereits in der neuen, vorgelagerten Runde am Start.

Eine weitere Überlegung ist, eine weitere Spielrunde vorzuschalten, so dass mehr "kleine" Klubs am DFB-Pokal teilnehmen können. "Diese Vereine könnten an den Einnahmen partizipieren. Gleichzeitig soll den Topklubs der Bundesliga Gelegenheit gegeben werden, um weltweit für den deutschen Fußball zu werben", erläutert Schwenken.

Entschädigung ab dem sechsten Lebensjahr

Während für diese Reform noch intensive Gespräche mit dem DFB nötig sind und vor allem die Pläne der drastischen Ausweitung des Teilnehmerfeldes nicht in allen Landesverbänden auf Gegenliebe stoßen, ist die Erhöhung der Ausbildungsentschädigung eine beschlossene Sache. "Es wird einen größeren Topf geben, als die eine Million, die bisher an jene Vereine ging, die Lizenzspieler in den fünf Jahren vor deren Profidebüt ausgebildet haben. Ab der kommenden Saison wird das auf 4 bis 4,5 Millionen ausgeweitet", kündigt Schwenken an. Die genaue Summe hängt von der Anzahl der Spieler ab, künftig sollen alle Klubs, die den Spieler ab dem sechsten Lebensjahr ausgebildet haben, mit dem warmen Geldregen bedacht werden.

Das komplette Interview mit dem DFL-Direktor Fußballangelegenheiten und Fans lesen Sie am Montag in der Printausgabe des kicker. Dort spricht Ansgar Schwenken auch über den frühen Start der 2. Liga, die Kritik von Andreas Rettig am Verband, die Erhöhung der Schiedsrichterhonorare, Zuschauerausschreitungen und Fanarbeit.

Michael Ebert

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