Regionalliga

"Skandalös": SV Babelsberg wehrt sich vehement gegen Verbandsstrafe

Regionalligist legt wie Cottbus Einspruch gegen Urteil ein

"Skandalös": Babelsberg wehrt sich vehement gegen Verbandsstrafe

SV Babelsberg

Der SV Babelsberg will die Strafe des NOFV nicht akzeptieren. imago

Dass die Vorkommnisse rund um die Liga-Partie zwischen dem SV Babelsberg und Energie Cottbus (2:1) geahndet werden müssen, sei für den SVB-Vorstand "nachvollziehbar", wie der Viertligist in einer am Mittwoch verbreiteten, mehrseitigen Stellungnahme betont. Aber: "Nicht nachvollziehbar sind die Höhe des Strafmaßes und die zugehörige Begründung. Die Höhe der auferlegten Strafe und die Begründung sind für den SV Babelsberg 03 skandalös, unverständlich und inakzeptabel", betont der Verein, der vom NOFV zu einer Geldstrafe in Höhe von 7.000 Euro und einem Geisterspiel auf Bewährung verurteilt worden ist.

Strafe stehe "in keinem Verhältnis zur Leistungsfähigkeit eines Viertligavereins"

"Die absolute Summe unserer Strafe steht in keinem Verhältnis zu anderen Strafen, die in jüngster Zeit in weitaus höheren und damit professionelleren Ligen verhängt wurden", erklärt Babelsbergs Vorstandsvorsitzender Archibald Horlitz. Zum Vergleich führt der ehemalige Zweitligist in seiner Stellungnahme einige Sanktionen anderer Klubs an und hält fest, dass das Strafmaß "in keinem Verhältnis zur Leistungsfähigkeit eines Viertligavereins und seiner ehrenamtlichen Verantwortungsträger" stehe.

SV Babelsberg 03 - Vereinsdaten

Gründungsdatum

10.12.1991

Vereinsfarben

Blau-Weiß

SV Babelsberg 03 - Die letzten Spiele
Berliner AK (A)
abges.
Meuselwitz (H)
abges.

Erneut weist der SV Babelsberg außerdem darauf hin, dass das Spiel aus seiner Sicht als "Bühne rechtsextremer Störer und Krawallmacher aus Cottbus beziehungsweise dem Umfeld der Fanszene des Gastvereins" missbraucht wurde. Das jedoch habe auf die Urteilsfindung keinerlei Einfluss genommen. Zwar nehme der NOFV auf seine Rechts- und Verfahrungsordnung Bezug, in der explizit "rassistische und politische extremistische" Äußerungen und Handlungen als strafbar bezeichnet werden. "Nahezu unglaublich" ist nach Ansicht der Klubverantwortlichen allerdings, "dass das Sportgericht in diesem Zusammenhang zwar den Ruf eines SVB-Fans Richtung Cottbuser Fanblock - 'Nazischweine raus' - als vermeintlichen Beweis zitiert, in der Cottbuser Urteilsbegründung die nachweislich verfassungswidrigen Vergehen wie das Zeigen des 'Hitlergrußes' nicht einmal erwähnt" werde.

"Haftungstatbestand ist diffus"

Abschließend äußert der SV Babelsberg auch rechtliche Bedenken an der Rechtssprechung des NOFV. "Der Haftungstatbestand des 'unsportlichen Verhaltens von Anhängern' ist diffus", so der Klub. Auch der FC Energie Cottbus hat bereits angekündigt, gegen sein Urteil Einspruch einzulegen. "Wir sollen für Sicherheit sorgen und diese auch finanzieren, doch die dafür grundlegend notwendigen Einnahmequellen werden uns per Strafurteil genommen. Das ist weder logisch noch sinnvoll", wird Energie-Präsident Michael Wahlich auf der Vereinswebsite zitiert.

pau