Transfer hängt nur noch an der Ablösesumme

Calhanoglu grundsätzlich einig mit Milan

Hakan Calhanoglu

Auf dem Sprung nach Italien? Hakan Calhanoglu. imago

Seit Anfang Februar hat Hakan Calhanoglu nicht mehr für Bayer 04 Fußball gespielt. Damals hatte der internationale Sportgerichtshof CAS eine FIFA-Sperre des türkischen Nationalspielers bestätigt, die diesen zu einer viermonatigen Pause zwang, aber inzwischen abgelaufen ist. Im Februar verzichtete die Seite Calhanoglu auf einen Einspruch gegen das Urteil.

Hintergrund: Ein solcher Einspruch hätte die Sperre zwar womöglich vorübergehend aufgehoben. Doch diese wäre dann wahrscheinlich in der nun anstehenden Saison aktiviert worden, wodurch ein Transfer des Spielers kaum möglich gewesen wäre. Was nicht im Sinne aller Beteiligten war. Folglich verzichtete Calhanoglu auf dieses Rechtsmittel. "Leverkusen kann so besser mit der Situation umgehen", erklärte Berater Bektas Demirtas damals gegenüber dem kicker und fügte an: "Wenn ein Angebot kommt, mit dem Bayer 04 einverstanden ist und das auch für Hakan passt, dann werden wir einen Wechsel vollziehen."

Spielersteckbrief Calhanoglu

Calhanoglu Hakan

Vieles spricht für einen Wechsel

Und so wird es jetzt wohl kommen. Zumindest aus sportjuristischer Sicht steht dem Transfer des 23-Jährigen nichts mehr im Wege. Vieles spricht dafür, dass Calhanoglu nach Norditalien wechselt. "Wir haben gute Gespräche mit dem AC Mailand geführt", erklärt Demirtas, "jetzt ist es wichtig, dass die Vereine eine Einigung erzielen können." Calhanoglu und Milan, die seit einigen Wochen in Kontakt stehen, haben sich über die groben Rahmendaten eines Vertrages bereits geeinigt. Und auch bei Bayer 04 ist man grundsätzlich bereit, den Spieler abzugeben. Vorausgesetzt, die Ablösesumme stimmt. "Wenn die Vereine eine Einigung erzielt haben, könnten wir die finalen Gespräche mit den Verantwortlichen vom AC Mailand führen", so Demirtas. Für Calhanoglu (Vertrag bis 2019) dürfte Bayer 04, das 2014 14,5 Millionen Euro an den HSV bezahlte, nun eine Ablöse zwischen 20 und 30 Millionen Euro aufrufen.

Stephan von Nocks

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