Testspielsieg gegen Zweitligist Fürth

Aalen: Vollmann denkt nur an den Klassenerhalt

Peter Vollmann

Gibt die 45-Punkte-Marke als Ziel aus: Aalens Cheftrainer Peter Vollmann (l.). imago

Am vergangenen Wochenende setzte der VfR ein erstes Ausrufezeichen: Im Testspiel gegen Greuther Fürth gingen die Schwaben als Sieger vom Platz und schlugen die klassenhöheren Franken mit 2:1. Neuzugang Mattia Trianni (24.) und Gerrit Wegkamp vom Elfmeterpunkt (85.) drehten die Partie, nachdem Fürths Philipp Hofmann den Zweitligisten früh in Führung gebracht hatte (12.). Ein Fingerzeig, dass der Drittligist in der kommenden Saison an seine starke Rückrunde anknüpfen und höhere Ziele in Angriff nehmen kann?

Unter Berücksichtigung der aktuellen Möglichkeiten dürfen als Ziel nur die für den Klassenerhalt nötigen 45 Punkte sein.

Aalens Cheftrainer Peter Vollmann
Trainersteckbrief Vollmann

Vollmann Peter

Spielersteckbrief Wegkamp

Wegkamp Gerrit

Spielersteckbrief Trianni

Trianni Mattia

VfR Aalen - Vereinsdaten

Gründungsdatum

08.03.1921

Vereinsfarben

Schwarz-Weiß

Cheftrainer Peter Vollmann sind solche Träume aktuell fremd. "Unter Berücksichtigung der aktuellen Möglichkeiten dürfen als Ziel nur die für den Klassenerhalt nötigen 45 Punkte sein. Über nichts anderes dürfen wir uns Gedanken machen, denn das wäre blauäugig", erklärte der 58-Jährige vergangene Woche im kicker. Mit "aktuellen Möglichkeiten" meinte Vollmann vor allem die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beim VfR, der erst vor wenigen Monaten einen Insolvenzantrag stellen musste. Die Turbulenzen konnte der ehemalige Zweitligist aber in kurzer Zeit bewältigen. Seit 1. Juni ist er schuldenfrei, erhielt die Lizenz für die kommende Spielzeit ohne Probleme. "Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte Geschäftsführer Markus Thiele, der allerdings auch betonte: "Eine Insolvenz in nur dreieinhalb Monaten abzuwickeln, war harte Arbeit."

Große finanzielle Sprünge sind trotzdem nicht möglich, der Etat pendelt sich laut Thiele bei rund fünf Millionen Euro ein. Wie schon in der vergangenen Saison kann Vollmann somit auf keinen breiten Kader bauen, gerade einmal 18 Feldspieler sind nach jetzigem Stand für die kommende Spielzeit vorgesehen. "Natürlich macht mir das Sorgen", erklärte der Cheftrainer, der aber mit Blick auf die sieben Neuzugänge eine Steigerung der Qualität, besonders in der Offensive, feststellt: "Mit Luca Schnellbacher und Cagatay Kader haben wir weitere Alternativen, die unser Format als Mannschaft erweitern."

Vollmanns Hoffnung auf einen Co-Trainer

Trotzdem hätte der Trainer-Routinier gerne noch Alternativen für die Außenbahnen, um "alle Positionen doppelt besetzt" zu haben. Verstärkung erhofft er sich außerdem im Trainerteam: "Jan Kilian ist ein hervorragender Athletiktrainer und Timo Reus ein hervorragender Torwarttrainer. Aber einen Fußball-Co-Trainer habe ich nicht."

pau